Die Wahl des Namens der BVB-Gruppe „Desperados“, war alles andere als eine spontane Entscheidung, sondern entsprang einer Art Auswahlverfahren. Es galt, einige Kriterien zu erfüllen: Weder sollte es ein in Deutschland bereits belegter Namen, noch einer der üblichen Bezeichnungen mit militärischem Hintergrund wie „Commando“ oder „Brigade“ sein. Weiterhin entschieden sich die Gründer gegen einen Nonsens-Namen, suchten aber einen, der sich in einem Gruppenlogo umsetzen ließe. Das Blättern in unzähligen nationalen und internationalen Fanzines verschaffte in einem zweiten Schritt schließlich die nötige Inspiration. Und es entstand eine erste Auswahl von sechs Alternativen – einigen Eigenkreationen oder auch der, auf dem die DES-Gründer bei einer italienischen Ultra-Gruppe stießen: „Desperados Empoli“. Schritt 3: Es werden Lexika gewälzt, um mehr über die zu Auswahl stehenden Namen zu erfahren und „um nichts Nachteiliges zu übersehen.“ Desperado als ein „zu jeder Verzweiflungstat entschlossener Abenteurer; Bandit“ setzte sich sofort durch. „Das Abenteuer, die 1999 ständig schlechter werdende Stimmung ins Westfalenstadion zurückzuholen, sollte mit großer Hingabe und voller Entschlossenheit verfolgt werden“, sagen die Gründer heute.
Foto: Desperados

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