„Da ist ein regelrechter Schwarzmarktring am Werk“
Faszination Fankurve15.03.20070 Kommentare
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Arthur Saager
Beim Heimspiel gegen Stuttgart startet der Schalker Fanclub-Verband (SFCV) ein Pilotprojekt zur Bekämpfung des Schwarzhandels. Stadionwelt sprach mit Arthur Saager, dem Geschäftsstellenleiter des SFCV über das Wie und Warum.
Stadionwelt: Ist das Projekt denn wirklich notwendig? Saager: Die ganze Saison ist der Schwarzhandel mit Eintrittskarten schon ein Problem. Vor allem mit Beginn der Rückrunde hat das enorm zugenommen. Im Internet bezahlt man für ein Spiel gegen Bielefeld bis zu 600 Euro. Stuttgart ist natürlich ein absolutes Spitzenspiel mit enormer Nachfrage.
Stadionwelt: Kann man denn den Schwarzmarkt im Internet und auf der Straße überhaupt bekämpfen? Saager: Nein, völlig eindämmen wird man das nie können. Da ist ein regelrechter Schwarzmarktring am Werk, der beispielsweise Kinder losschickt, um von den Fanclubs Tickets zu bekommen.
Stadionwelt: Und wie werden Eure Maßnahmen aussehen? Saager: Fans können an den Infoständen und dem Doppeldeckerbus des SFCV überzählige Karten abgeben. Anhänger, die keine Karte abbekommen haben, müssen ein Formular mit ihren Daten ausfüllen und können die Karte für den Originalpreis kaufen. Die abgebende Person erhält natürlich nur Geld, wenn ihre Karte von uns verkauft werden konnte.
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Stadionwelt: Wozu braucht Ihr die Daten? Saager: Damit nachvollziehbar ist, dass es sich bei den Käufern nicht um Schwarzhändler handelt.
Stadionwelt: Ist euch eine ähnliche Aktion bei anderen Vereinen bekannt? Saager: Nein, dieses System haben wir uns selbst überlegt. Im Laufe der Jahre ist einiges versucht worden. (Stadionwelt, 15.3.2007)
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