„The day after…“ ist aufgrund des Feiertags nicht nur verspätet dran, sondern auch der Tag nach der Saison. Die machte klar, dass es mittlerweile richtiggehende Fans von Public Viewing Veranstaltungen zu geben scheint. Und weitere Trends?
Am Tag danach ist uns in der vergangenen Halbserie vor allem ein Trend aufgefallen: Viele Gruppen setzen zu besonderen Spielen auf „Uniformität“. Vor vier Jahren hatten die Frankfurter anlässlich des Pokal-Derbys in Offenbach zu einer Ganz-in-schwarz-Anreise aufgerufen. Im Februar dieses Jahres wurde das wiederholt. In der Folge ergingen bundesweit etlicher solcher Aufrufe: Dresden setzte in Magdeburg beispielsweise auf schwarze, Schalke gegen die Ruhrpottrivalen aus Bochum auf weiße Shirts. Der Aachener Anhang musste in gelb und Frankfurt miterleben, wie das eigene Team auseinanderfiel.
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Bild: Ähäbedä
100.000 Menschen feierten während des DFB-Pokalfinals auf der Fanmeile in Berlin. Frage nur wieso: Es ging weder um die Nationalmannschaft, noch hatte es einer der Berliner Clubs ins Finale geschafft. Nicht einmal die Kickerinnen aus dem nahen Potsdam traten im Endspiel der Damen an. Würde nicht eine Übertragung der Copa America Sinn machen?
Etwas weniger – rund ein Drittel – waren schon einen Tag zuvor in Deutschlands zweitgrößter Stadt unterwegs, um die Rückkehr des FC Sankt Pauli in die zweite Liga zu feiern. Geschätzte 20.00 hatten die Partie gegen Dresden auf einer Großbildleinwand am Spielbudenplatz verfolgt. Das Stadion, das aufgrund des derzeitigen Umbaus, nur eine Kapazität von 15.300 fasst, war restlos ausverkauft. Nürnberg und Stuttgart waren weitere Orte, an denen sich Massen zum gemeinsamen Fernsehschauen trafen.
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Das Spiel zwischen West Bromwich Albion und Derby County im New Wembley wäre vermutlich ebenfalls ausverkauft gewesen. Schließlich handelte es sich um ein Aufstiegsspiel für die kommende Premier League Saison. Allerdings blieben Tausende Sitze frei, weil die Fans der teilnehmenden Vereine jeweils nur 33.000 Tickets für die 90.000 Mann Arena erhielten. Auf die restlichen Tickets hatten die sogenannten „Wembley members“ ein Vorkaufsrecht, das nur von wenigen wahrgenommen wurde. In den freien Verkauf kamen die Plätze jedoch nicht.
Die Plätze im Rostocker Ostseestadion könnten schon bald in einem anders lautenden Stadion stehen, denn am vergangenen Mittwoch wurde der Vorstand des FC Hansa vom Aufsichtsrat ermächtigt, den Namen des Stadion an einen Sponsor zu verkaufen. Gerüchteweise soll eine Bank bereit sein, eine Million Euro für die Namensrechte zu zahlen. Ein Verkauf selbiger wäre allerdings nicht im Sinne einiger Fans. Deswegen hat sich jetzt eine Initiative gegründet, die für den Erhalt des traditionellen Namens eintritt. Bisher haben schon über 4.000 Personen für das Ostseestadion unterschrieben.
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Bild: Stadionwelt
Ein Stadion, das vermutlich nicht mehr umbenannt wird, ist das Grünwalder in München. Angesichts des drohenden Abrisses erlebt die traditionsreiche Spielstätte dieser Tage eine regelrechte Renaissance. Erst kamen über 7.000 zum Heimspiel der kleinen Löwen gegen Wehen, jetzt zog das Stadtderby Rot II gegen Blau II mit 6.500 nahezu gleich.
Bild: Max Wittmann
Kein „day after…“ ohne die Finkes. Die Freiburger Faninitiative macht nach eigener Ankündigung auch ohne den kürzlich geschiedenen Trainer weiter. Am Freitag wurden die Anträge für eine außerordentliche Mitgliederversammlung beim Verein eingereicht. Nun soll die Mitgliederversammlung vorbereitet und über zukünftiges Engagement nachgedacht werden.
Der „day after…“ bereitet sich im Sommertrainingslager nun auf die kommende Saison vor: Spätestens am 13. August heißt es aber wieder: Der Tag danach. (Stadionwelt, 29.5.2007)
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