In punkto Zuschauerzahlen wurde die Serie A von den anderen großen europäischen Ligen abgehängt. Nicht einmal 20.000 Tifosi kamen im Schnitt zu den Spielen auf dem Apennin. Verschiedene Faktoren spielen dabei eine Rolle.
Nach den Ausschreitungen in Catania, an deren Rande der Polizist Filippo Raciti zu Tode kam, wurden verschiedene Stadien der Serie A vorübergehend gesperrt oder nur den Dauerkartenbesitzern zugänglich gemacht. Natürlich trug auch dies zu dem enttäuschenden Schnitt bei. Dennoch ist ein genereller Trend in Italiens Fußball nicht zu negieren: Marode und dazu kaum komfortable Stadien sowie die grassierende Gewalt rivalisierender Fangruppen schrecken mehr und mehr Italiener vom Stadionbesuch ab. So lag der Schnitt vor fünf Jahren noch bei über 26.000 Zuschauern, anno 1997 sogar bei knapp unter 30.000. Heute bewegen sich die Zahlen von lediglich fünf Vereinen im vierstelligen Bereich, ganze 5.351 Unentwegte unterstützen den FC Empoli im Kampf um einen Platz im europäischen Wettbewerb.
Auf der anderen Seite stehen die beiden Mailänder Clubs in der Zuschauergunst ganz oben. Dabei schlagen die Nerazzuri von Inter die Rossoneri knapp. Das römische Derby entscheidet AS dann doch etwas deutlicher gegenüber Lazio.
Morgen präsentiert Stadionwelt die mit klangvollen Namen besetzte Serie B. In der Spielklasse waren 2006/07 unter anderem Juventus Turin, der SSC Neapel, FC Bologna und Hellas Verona vertreten. (Stadionwelt, 19.7.2007)


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