Die Ukraine – Co-Gastgeber der EM-2012 – zählte in der vergangenen Saison im Schnitt 9.052 Zuschauer an den Kassen der 16 Erstligisten. Die Zahl ist aber nur im Vergleich mit anderen Ländern wie Österreich oder der Schweiz passabel.
Angesichts einer Einwohnerzahl von 46,7 Millionen Einwohnern ist das jedoch ziemlich wenig. Ganz oben in der ukrainischen Publikumsgunst stehen Spitzenclub Schachtjor Donezk mit 19.193 Zuschauern pro Spiel sowie Karpaty Lwow mit deren 18.391. Rekordmeister Dynamo Kiew konnte die 10.000er Marke knapp nicht knacken und kommt nur auf 9.847 Besucher im Schnitt – in der Endabrechnung macht das Rang fünf hinter Metalist Kharkow.
Auf den letzten Plätzen zeigt sich, dass sich in der Ukraine offenbar nur ein Verein pro Stadt einer treuen Anhängerschaft erfreuen darf. Der FC Kharkow, Metalurg Donezk und Arsenal Kiew belegen abgeschlagen die Schlussränge.
In den nächsten Jahren dürfte spannend sein, wie sich die Vergabe der Euro 2012 an die Ukraine und Polen auf den Zuschauerschnitt auswirkt. Schon im kommenden Jahr werden neue, hochmoderne Arenen in Donezk und Dnepropetrowsk fertig gestellt, weitere Austragungsorte sind Kiew und Lwow (Lemberg). In den letzten Jahren pendelte der Schnitt meist zwischen 7.000 und 8.000 Zuschauern, eine weitere – deutliche – Steigerung ist zu erwarten.
Morgen betracht Stadionwelt, wie sich die Vergabe der EURO 2012 beim Mitausrichter Polen auf die Zuschauerzahlen ausgewirkt hat. (Stadionwelt, 25.07.07)


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