Zuschauerschwaches Unterhaus

Faszination Fankurve 17.06.2008 0 Kommentare

Foto: Faszination Fankurve

Der Fußball in der Challenge League, der schweizerischen zweiten Liga, ist nur zu einem Zehntel so beliebt wie die Partien in der Axpo Super League, dem Oberhaus der Schweiz. Diesen Schluss lässt jedenfalls ein Vergleich der Zuschauerzahlen zu.

Während in der abgelaufenen Saison im Schnitt rund 11.000 Fans die Spiele in der ersten Liga verfolgten, waren es eine Klasse tiefer lediglich etwas mehr als 1.100 Zuschauer. Etwas mehr als Hälfte aller Zweitligisten liegt sogar noch unter diesem Durchschnittswert.

Führend in der Fanwertung sind der FC Winterthur und der AC Bellinzona. Beide waren die einzigen Clubs in der vergangenen Spielzeit, die durchschnittlich über 2.000 Besucher in ihrem Stadion begrüßen konnten. Bei Bellinzona half sicherlich auch der sportliche Erfolg mit: Die Tessiner standen letztendlich auch in der tatsächlichen Abschlusstabelle auf einem Aufstiegplatz.

Servette Genf, mittlerweile auch Zweitligist, konnte das EM-Stadion nur spärlich füllen. Circa 1.500 Besucher kamen durchschnittlich ins Stade de Genève, was einem totalen Wert von 26.146 Fans über die gesamte Saison entspricht. Zum Vergleich: Das Gesamtfassungsvermögen der Arena beträgt 31.428 Zuschauerplätze.

Doch mit den Besucherzahlen liegt Genf noch im oberen Drittel der Fanrangliste. Viele Vereine haben im Schnitt sogar weniger als 1.000 Zuschauer vorzuweisen. Der FC Vaduz, der als Liechtensteiner Vertreter mit in der schweizerischen Liga spielen darf, kam nur auf 900 Besuchern, obwohl der Verein am Ende sogar den ersten Platz belegte.

Zu den Kellerkindern gehören der SC Cham und der FC La Chaux-de-Fonds. Beide konnten in der Saison kaum mehr als 10.000 Zuschauer insgesamt begrüßen, so dass ihr Durchschnittswert auch unter der Marke von 600 Besuchern blieb. (Stadionwelt, 17.06.08)

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