Seit dem 3. Oktober sitzt einer der führenden Köpfe der Ultraszene Marseilles namens Santos Mirassiera in der spanischen Hauptstadt in Haft. Beim Spiel von Olympique gegen Atlético Madrid soll der Vorsänger angeblich einen Sitz auf Polizisten geworfen haben.
Mittlerweile hat sich Santos selbst zu Wort gemeldet und beteuert, nichts getan zu haben, sondern lediglich festgenommen worden zu sein, weil sein Gesicht bekannt sei. Er habe keinen Stuhl geworfen. Zudem bedankt er sich bei der Unterstützung der Fans.
Bildergalerie zu diesem Beitrag
Auch beim Spiel gegen Paris am vorletzten Wochenende, hier auf der Anzeigetafel, wurde „Freiheit für Santos“ gefordert.
Bild: Stadionwelt
Die Anhänger von OM sind nämlich alles andere als untätig. Es gab bereits Unterschriftenlisten, ein Solidaritätsmarsch ist geplant. Jetzt hat sich eine Fanvereinigung sogar in einem Brief an den französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy gewendet und darin seine Untersützung für die Freilassung gefordert. (Stadionwelt, 3.11.2008)
Mehr Beiträge zum Thema …

Nach Festnahme bei Auswärtsspiel in Nizza: Sechs Ultras der AS Roma weiterhin in Frankreich in Untersuchungshaft
Am 24. September kam es im Rahmen der Europa League zum Aufeinandertreffen zwischen dem OGC Nizza und der… mehr

Racing Strasbourg vs. FC Nantes – Impressionen vom Duell zweier Szenen im Kampf gegen die Ausbeutung ihrer Vereine
Racing Strasbourg und der FC Nantes sind zwei große Namen des französischen Fußballs, die sich immer wieder auch… mehr

Fotobuch „Virage Sud Marseille 1990/91“ erschienen
Großes Fotobuch über die Ultras aus Marseille erschienen. Unter dem Titel „Virage Sud Marseille 1990/91“ gibt es bisher… mehr
Bild: Stadionwelt
0 Kommentare