Ein Jahr nach der Europameisterschaft in der Schweiz scheint der Boom bei den Zuschauerzahlen nachgelassen zu haben. Zu den Spielen der am Wochenende abgeschlossenen Super League-Saison kamen deutlich weniger Besucher als im Vorjahr.
Wie die Liga mitteilte gab es in der Spielzeit 2009/10 den größten Zuschauerschwund seit 16 Jahren und den ersten Rückgang im Zeitraum der letzten zehn Jahre. Zum Vorjahr ist ein Minus von über 350.000 Besuchern zu beklagen. Keinem einzigen Verein gelang dabei ein Zuwachs.
Insgesamt kamen um die 1,6 Millionen Zuschauern in die zehn Stadien. Der Schnitt lag bei knapp unter 9.000. Nach wie vor führt Basel die Zuschauerwertung an. Allerdings lag der Durchschnitt des FCB nur bei knapp über 21.000, was 2.500 weniger als im Vorjahr sind. Den zweiten Platz belegten die Young Boys Bern mit einer Besucherzahl von fast 18.000 im Stade de Suisse. Sions Heimauftritte, dem Dritten in der Publikumsgunst, wurden durchschnittlich von 10.497 verfolgt.
Teilweise lassen sich die alles andere als schönen Zahlen, auch dadurch erklären, dass beispielsweise der FC Zürich gleich zwei Spiele ganz ohne Zuschauer austragen musste. Dementsprechend gelang es dem Club nicht, trotz des Gewinns der Meisterschaft, die Schallmauer von 10.000 zu durchbrechen. Die kam Platz vier gleich. Luzern, die Grasshoppers und Aarau folgen. Schlusslicht ist der Liechtensteiner Club FC Vaduz, der im Schnitt nur um die 2.400 Fans zu seinen Zuschauern locken konnte. (Stadionwelt, 03.06.2009)
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