Vor wenigen Tagen ging die erste Meldung über den Zuschauerboom in der ersten Fußballbundesliga durch die Medien. Trotz neuem Zuschauerrekord haben aber auch einige Vereine mit rückläufigen Dauerkartenverkäufen zu kämpfen.
Der Spitzenreiter bei den verkauften Saisonkarten kommt auch in dieser Saison aus Dortmund. Die Borussen wollen noch vor dem Saisonbeginn einen neuen Dauerkartenrekord von insgesamt 51.000 Tickets vermelden. Platz zwei geht an die Nachbarn aus Gelsenkirchen. Die Knappen lockten zur kostenlosen Saisoneröffnung mehr als 100.000 Fans auf Schalke und das Interesse am Verein spiegelt sich auch in den 43.935 verkauften Dauerkarten wieder.
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Volles Haus, obwohl nur 30.000 Dauerkarten in den freien Verkauf gingen, das übliche Bild beim FC Bayern München
Bild: www.jonasbaier.de.tl
An dritter Position liegt überraschenderweise der Hamburger SV mit 34.000, vor dem FC Bayern mit 30.000. Unter den ersten fünf Vereinen ist auch ein Aufsteiger zu finden. Der Glubb aus Nürnberg hat mit den 28.000 verkauften Dauerkarten einen neuen Vereinsrekord aufgestellt und ganz Franken scheint gespannt auf die neue Saison zu sein. Eintracht Frankfurt geht mit 26.000 verkauften Dauerkarten in die neue Saison und fast alle Karten wurden an die Dauerkartenbesitzer der Vorsaison abgegeben.
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Die Fohlenelf vom Niederrhein, Borussia Mönchengladbach, durfte bei der Saisoneröffnung fast genauso viele Zuschauer begrüßen wie der FC Schalke, genau genommen 90.000. Nur konnte Mönchengladbach aufgrund der Größe des Borussenparks nicht so viele Karten veräußern wie die Knappen. Insgesamt hat der Club aber trotzdem 25.500 Dauerkarten absetzen können. Auf den Plätzen sieben bis neun folgen der 1. FC Köln, der SV Werder Bremen und der VfB Stuttgart. Alle drei Vereine mussten ebenfalls frühzeitig den Dauerkartenverkauf bei 25.000 einstellen.
Bayer Leverkusen konnte in dieser Saison einen neuen Dauerkartenrekord aufstellen. Grund ist der Stadionumbau der BayArena, mindestens 23.000 Bayer-Fans werden in Zukunft bei jedem Spiel anwesend sein. Das sind 500 mehr als bis vor einem Jahr überhaupt in das Stadion passten. Dicht gefolgt wird Leverkusen vom Deutschen Meister aus Wolfsburg, die ebenfalls einen neuen Dauerkartenrekord mit 21.500 verzeichnen konnten. Auch die Überraschungsmannschaft der letzten Saison, TSG Hoffenheim, vermeldete in den letzten Tagen einen neuen Rekord. Die Metropolregion scheint auch in der neuen Saison hungrig auf Bundesligafußball zu sein und so konnte der Club 20.000 Karten für die 17 Heimauftritte absetzen.
Eine Euphorie wie sie Hertha BSC in der letzten Saison gespürt hat, als der Hauptstadtclub zeitweise um die Meisterschaft mitspielte, scheint es beim Dauerkartenverkauf nicht zu geben. Lediglich 17.500 Karten gingen über die Theke. Eine Entwicklung, die auch Hannover 96 zu spüren bekam. Der Verein besitzt ein treues Stammpublikum, aber setzte dennoch nur 15.000 Dauerkarten ab. Das ist dieselbe Zahl wie der Aufsteiger aus Mainz. Dieser stellte den Vorverkauf allerdings frühzeitig ein. Etwas weniger, genau genommen 14. 000 Saisonkarten, haben sich die SC Freiburg-Fans besorgt. Das ist allerdings fast doppelt so viele wie die „Unabsteigbaren“ aus Bochum an den Fan brachten. Nur 7.700 wollen jedes Heimspiel des VfL sehen. Das sind über 1.000 Zuschauer weniger als im Vorjahr.
In der zweiten Liga stellen nicht die Absteiger die meisten Dauerkarten-Besitzer, sondern der Traditionsclub 1. FC Kaiserslautern steht an vorderster Position. 14.000 Pfälzer stehen in der kommenden Saison bei jedem Heimspiel auf dem Betzenberg hinter ihrer Mannschaft. Der Karlsruher SC kommt als Absteiger auf knapp 10.000 verkauften Karten. Mitabsteiger Energie Cottbus hat laut eigenen Angaben bisher etwas mehr als 4.100 Karten absetzen können.
Im Ausland laufen im Gegensatz zu Deutschland die Spielzeiten teilweise schon und auch dort scheint es enorme Unterschiede beim Zuschauerinteresse zu geben. In der Schweiz konnte der FC Basel zwar mehr als 22.000 Dauerkarten absetzen, aber der Abstand zum Zweitplatzierten, den Young Boys Bern, beträgt schon mehr als 10.000. Insgesamt wurde 12.033 Tickets verkauft. An Dritter Position kommt dann auch schon der Aufsteiger aus St. Gallen mit 9.342 Saisontickets.
In Österreich rollt der Ball ebenfalls schon und hier ist wie im Vorjahr der SK Rapid Wien mit etwa 10.000 verkauften Tickets Spitzenreiter. Der Stadtrivale, Austria Wien, hingegen kommt nur auf etwas mehr als 3.000 abgesetzten Karten. Sturm Graz folgt den beiden Hauptstadtclubs mit 2.500 veräußerten Dauerkarten. Wie viel Karten der Meister RB Salzburg an seine Fans verkaufen konnte, ist nicht bekannt. (Stadionwelt, 03.08.2009)
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