Zu Clasicos in Rio de Janeiro kommt es immer, wenn zwei der vier großen Mannschaften vom Zuckerhut aufeinandertreffen. Am Sonntag kam es mit der Partie Botafogo gegen Fluminense zum ersten Clasico der Saison. Stadionwelt berichtet von diesem Spiel und der Fanszene in Rio.
Am dritten Spieltag der Staatenmeisterschaft Carioca in Rio de Janeiro trafen die Schwarz-Weißen aus Botafogo auf die Rot-Grün-Weißen von Fluminense. Botafogo hatte Heimrecht im Estádio Olímpico João Havelange. Zurzeit nutzen mit Fluminense und Flamengo zwei weitere große Vereine aus Rio das Stadion, das im Volksmund „Engenhao“ genannt wird.
Das nach dem ehemaligen FIFA-Präsidenten benannte Stadion bietet 46.931 Zuschauern Platz und wurde 2007 für die Panamerikanischen Spiele eröffnet. Für die bevorstehende Weltmeisterschaft in Brasilien dient das Stadion nicht als Spielort, zu den olympischen Spielen zwei Jahre später wird es hingegen genutzt. Dazu soll die Kapazität durch den Ausbau der Kurven auf 60.000 erhöht werden. Im jetzigen Stadium erinnert die Arena durch seine Bauweise stark an das Leipziger Zentralstadion, wie es für die Weltmeisterschaft 2006 gebaut wurde.
Die Fluminense-Fans konnten sich, wie bei Heimspielen im Engenhao auf der Osttribüne einfinden. Die Botofogo-Fans positionierten sich hingegen auf der Haupttribüne und in der Nordkurve. Einzelne Flu-Anhänger waren noch in Südkurve anzutreffen. Jedoch standen alle relevanten Torcidas von Flu auf der Osttribüne. Den dortigen Oberrang wählten die Torcidas Forca Flu, Flunitor und Garra als ihren Standort. Im Unterrang stand die Torcida Young Flu. Die Torcidas von Botafogo verteilten sich über das halbe Stadion. In der Nordkurve standen Loucos, Fúria Jovem und Botachopp. Auf der Westtribüne siedelte sich die Torcida Jovem von Botafogo im Oberrang und Fogoró im Unterrang an.
Dieses Bild ist typisch für die vier großen Vereine in Rio. Die verschiedenen Torcidas wählen unterschiedliche Standorte mit teilweise großen Abständen dazwischen. Auch die Art des Supports unterscheidet sich von Torcida zu Torcida. Während siche die Torcidas mit jungen Mitgliedern häufig an der argentinischen Art der Unterstützung versuchen, gibt es andere Torcidas, die mehr Sambarhythmen verwenden. Andere Torcidas konzentrieren sich stärken auf den Gesang, als auf Trommeln und Fahnen. Insgesamt machten die Fanszenen von Flu und Botafogo am Tag des Derbys einen unhomogenen Eindruck. Die
0 Kommentare