Maracanã: Neue Regeln sorgen für Unverständnis

Faszination Fankurve 16.07.2013 0 Kommentare

Foto: Faszination Fankurve

Die hohen Ticketpreise und das vermeintliche Abhandenkommen des „Geistes von Maracanã“ im rundumerneuerten Stadion, wurden von den einheimischen Fans schon oft beklagt. Nun droht jedoch auch noch der Verlust der traditionellen brasilianischen Fußballkultur.
 
Fans und Journalisten waren gleichermaßen geschockt, als das Betreiber-Konsortium Ende letzter Woche neue Regularien vorstellte, die bei einem Stadionbesuch einzuhalten sind.
 
Den neuen Restriktionen nach, werden die „Bandeiras“ (Große Block-Fahnen), „Bamboos“ (Hohe Masten mit Flaggen) und Trommeln komplett aus dem Stadion verbannt. Auch Pyrotechnik ist von nun an untersagt. Zudem werden die Zuschauer verpflichtet, sitzenzubleiben und ihre Hemden anzubehalten. Diverse Boykotte wie der Verzicht auf den Kauf von Tickets wurden bereits angekündigt.
 

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<p class=Sind hier echte Fans und Stimmung unerwünscht?
Bild: Marcelo Santos Governo do Rio de Janeiro (Mai 2013)

Die sogenannten „Torcidas“ (vergleichbar mit den „Ultras“) kritisieren die Neuerungen als skandalös und befürchten eine zunehmende „Europäisierung“ des brasilianischen Fußballs. Joao Borba, der Präsident des Konsortiums, machte auch gar keinen Hehl daraus, dass es das Ziel ist, die akustische Unterstützung der Anhänger zu verändern. „Premium“-Zuschauer sollen zudem in ihrer Sicht weder durch Fahnen, Rauch oder stehende Menschen behindert werden. Für die Werbegeschenke von Sponsoren gelten diese Richtlinien aber nicht.
 
Die neuen Regularien greifen aber nicht nur bei internationalen Spielen, sondern müssen auch von den vier großen Vereine Rios eingehalten werden. Tragen sie ihre Heimspiele im Maracanã aus, dürfen sie außerdem nur von den schlechteren  45.000 Plätzen die Einnahmen behalten. Die Einnahmen aus dem Verkauf der teuren Tickets streicht sich das Konsortium selbst ein. Die Clubs können „ihre“ Eintrittspreise aber immerhin selbst festlegen. (Stadionwelt, 15.07.2013)

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