Nach der Choreografie der Ultras Inferno mit dem abgeschlagenen Kopf des ehemaligen Standard Lüttich Spieler Steven Defour (Faszination Fankurve berichtete) melden sich nun die Macher der Blockfahne, die Ultras Inferno, zu Wort und kritisieren den Medienhype um die Aktion.
Diese Choreografie sorgte für den Medienwürbel:
Standard Ultras Inferno: “Het basisontwerp lag al half jaar vast, nog voor de transfer van… http://t.co/MDAuqbbRgY pic.twitter.com/nFKqzhRXme
— Voetbal24.be (@voetbal24be) 26. Januar 2015
Die Ultras Inferno entschuldigen sich in ihrem Communiqué bei allen Personen, die sich durch die Blockfahne beleidigt fühlten. Gleichzeitig kritisieren die Ultras das negative Medienecho, dass die Choreografie hervorgerufen hat.
Ultras Inferno bemängelt, dass zahlreiche Medien kurz nach dem Terroranschlag in Paris auf die Redaktion der Satirezeitschrift Charlie Hebdo die Blockfahne kritisierten. Die gleichen Medien sollen sich Tage zuvor noch für die Meinungsfreiheit stark gemacht haben. Auch die Karikaturen von Charlie Hebdo verletzten die Gefühle verschiedener Personen. So habe auch die Blockfahne der Ultras die Gefühle von Personen verletzt. Die Meinungsfreiheit müsse dies jedoch aushalten und auch für Ultras gelten.
Die für die Blockfahne verantwortlichen Fans betonen, dass sie den ehemaligen Spieler Standard Spieler Steven Defour, der nun bei Anderlecht unter Vertrag sei, nie körperlich angegangen seien und auch nie dazu aufgerufen hätten.
Bildergalerie zu diesem Beitrag
Die Ultras Inferno reagierten mit einer Stellungnahme auf die Reaktionen in zahlreichen Medien
Bild: www.ui96.net
Sein abgetrennter Kopf auf der Blockfahne sei nur ein kleines Detail der Choreografie gewesen. Diese war zunächst ohne den Kopf von Steven Defour geplant gewesen, nach seinem Wechsel zu Anderlecht sei die Idee zur Choreografie nochmal überarbeitet worden. Die Ultras betonen, dass sie schon häufig für ihre Kurvenshows Ideen aus Filmen benutzt hätten. Dieses Mal sei die Idee dem Horrorfilm „Freitag der 13.“ entnommen. Zuvor habe man sich schon Filmen wie Hulk, Star Wars und Blues Brothers angenommen. Diese Kurvenspektakel seien von den Medien gefeiert worden.
Mehr Beiträge zum Thema …

„one game – one love – no to racism“ – Impressionen vom Duell zwischen Standard Lüttich und dem FC Brügge
Ende September trafen in Lüttich der lokale Verein Standard auf den FC Brügge. Das Spiel stand unter dem… mehr

Heysel 1985 – Eine Wunde, die nie heilt
Am 29. Mai 1985 starben 39 Menschen – fast ausschließlich Anhänger von Juventus Turin – im Brüsseler Heysel-Stadion,… mehr

Fahne an Brigade Nassau verloren: Antwerp Locos aufgelöst
Die Ultragruppe Antwerp Locos vom Royal Antwerpen FC hat nach eigenen Angaben im Nachgang des Europa League-Auswärtsspiels in… mehr
Standard Lüttich will die verantwortlichen Personen von Ultras Inferno jedenfalls zur Rechenschaft ziehen. Ein mögliches Choreografien-Verbot für die Gruppe wird ebenso diskutiert, wie Stadionverbote für einzelne Personen. Bald wird es zu einem Treffen zwischen Verein, Stadt Lüttich und den Ultras Inferno kommen. Die Ultras haben ihr Kommen zu dem Treffen bereits zugesagt. (Faszination Fankurve, 27.01.2015)
Die Stellungnahme von Ultras Inferno bei Facebook:
Bild: www.ui96.net
0 Kommentare