Die größte englische Fanorganisation Football Supporters’ Federation (FSF) fordert die Aufhebung der speziellen Gesetzgebung in England, die das Trinken von Bier bei Fußballfans unter Strafe stellt, bei anderen Sportarten hingegen nicht. Für die FSF ist dieser Zustand unhaltbar.
In England ist es in den Stadien verboten Alkohol in Bereichen zu konsumieren, von denen man aus auf das Spielfeld gucken kann. Bei der Anreise zu Fußballspielen ist der Alkoholkonsum teilweise in Zügen, aber auch in Fanbussen oder Mini-Vans für Fußballfans verboten. Die Stadien dürfen zudem mit Alkohol nicht betreten und betrunkene Fans müssen an den Stadiontoren abgewiesen werden.
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Bier wird in englischen Stadien zwar verkauft, getrunken werden darf es aber nicht mit Blick auf den Rasen.
Bild: Faszination Fankurve
Diese Gesetze gelten jedoch nur bei Fußballspielen. Beim Rugby, Cricket, Pferderennen oder auch auf Konzerten gelten diese Gesetze nicht. Laut der FSF sei wissenschaftlich gar nicht bewiesen, dass die Alkoholverbote das Aggressionspotential bei Fußballfans senken, da andere Wege gesucht werden, um die Verbote zu umgehen und trotzdem Alkohol zu trinken.
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Die FSF kritisiert zudem, dass durch immensen Aufwand, den die Polizei betreiben muss, um diese Alkoholverbote durchzusetzen, Steuergelder verschwendet würden. (Faszination Fankurve, 11.10.2016)
Bild: Faszination Fankurve
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