Einem Fan von Dynamo Dresden wurde vorgeworfen, beim Auswärtsspiel bei Union Berlin im August 2016 aus einer Plastikstange und Klebeband eine Pfeil und Bogen Vorrichtung gebastelt und damit auf Ordnungskräfte und den Union Berlin Torwart gezielt zu haben.
Der Dynamo-Fan erhielt zunächst eine Vorladung bei der Polizei und später einen Strafbefehl von der Staatsanwaltschaft. Diesen akzeptierte der betroffene Fan nicht. Wie die Schwarz-Gelbe Hilfe nun öffentlich machte, wurde der Dynamo-Fan vor Gericht freigesprochen und kämpft aktuell noch darum, dass das von Union Berlin ausgesprochene Stadionverbot wieder aufgehoben wird.
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Eine Plastikstange dieser Choreografie soll als Bogen benutzt worden sein.
Bild: Union-Foto.de
„Der beschuldigte Dresdner Schlachtenbummler, nennen wir ihn Robin Hut, erhält wenige Wochen nach dem Spielende eine Vorladung der Polizei mit oben genannter Beschuldigung. Nach Prüfung der Akten glaubt sich das Mitglied der Schwarz-Gelben Hilfe in einer schlechten Sage wiederzufinden, der Ort das Unterholz der Berliner Wuhlheide, denn da soll der Beschuldigte Robin Hut folgende Tat im Gästeblock begangen haben: Mithilfe der, bei der Halbzeitchoreografie verwendeten PVC-Fahnenstangen und Resten von Klebeband, soll der Fan sich Pfeil und Bogen gebaut haben. Ziel waren nicht etwa Rehe, marodierende Waschbären oder Wildschweine, die in den Berliner Strebergärten ansässig geworden sind, sondern Ordnungskräfte am Spielfeldrand und gar der Torwart der 'Eisernen'. Die zuständige Staatsanwaltschaft legte im Laufe des Verfahrens einen Strafbefehl fest, wogegen Hut heldenhaft in Widerspruch ging. In der resultierenden Hauptverhandlung wurde viel über die Entfernungen vom Gästeblock, aus dem der Schütze agierte, zum Torwart und die möglichen Abschusswinkel vom Zaun debattiert. Eine, als Zeuge geladene und im Stadion eingesetzte Sicherheitskraft sah jedenfalls keinen Pfeil gen englischen Rasen fliegen. Der ermittelnde Polizeibeamte erschien erst gar nicht zur Gerichtsverhandlung und so kam man schnell zu dem Ergebnis, dem sich selbst die Staatsanwaltschaft nicht mehr entziehen konnte – Freispruch für den vermeintlichen Bogenschützen, womit die Kosten für das Verfahren nun die Feudalherren des Staates übernehmen müssen. Dass nun Robin Hut gegen das, vom 1. FC Union Berlin erteilte Stadionverbot noch ankämpfen muss, werden wir weiterhin aus den tiefen Wäldern und Mooren der Solidarität und Rechtsstaatlichkeit beobachten“, heißt es in der Mitteilung der Dresdner Fanhilfe zum Thema. (Faszination Fankurve, 28.09.2017)
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