Am 19. Februar 2023 kam es in Gelsenkirchen zu einem Angriff auf Ultras des FC Schalke 04, die mit mehreren Bussen zum Auswärtsspiel beim Union Berlin reisen wollten. Am heutigen Donnerstag kam es deswegen zu Durchsuchungen u.a. im Club 75, dem Lokal der Ultras Gelsenkirchen.
Laut Angaben der Polizei Gelsenkirchen sind 25 Wohnungen von den Durchsuchungen betroffen: „Damit vollstreckt die Polizei die von der zuständigen Staatsanwaltschaft Essen beantragten Durchsuchungsbeschlüsse. Mit zahlreichen Einsatzkräften durchsuchen die Ermittler seit dem Morgen 25 Objekte, vor allem in Essen und Dortmund, aber auch in Schwelm, Bergheim, Gladbeck, Beelen, Bottrop und Gelsenkirchen. Bei den Maßnahmen wird die Polizei Gelsenkirchen auch von örtlichen Einsatzkräften unterstützt. Dem Einsatz vorausgegangen waren intensive Ermittlungsarbeiten, die weiter andauern“, teilte die Polizei Gelsenkirchen dazu mit.
Die Durchsuchungen sollen sich vor allem gegen Angreifer aus dem Fanlager von Borussia Dortmund und Rot-Weiss Essen gerichtet haben. Da sich Schalke-Fans jedoch auch über die Notwehr hinaus gegen die Angreifer zur Wehr gesetzt haben sollen, seien auch die Angegriffenen von Durchsuchungen betroffen gewesen.
Laut verschiedenen Medienberichten soll auch das Vereinslokal der Ultras Gelsenkirchen durchsucht worden sein. Bei den heutigen Durchsuchungen seien demnach auch Einheiten des Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit (BFE) und des Spezialeinsatzkommandos (SEK) zum Einsatz gekommen.
Die Busse der Schalker Ultras reisten am 19. Februar in Folge des Angriffs trotzdem zum Auswärtsspiel bei Union Berlin und platzierten dort bei einer Choreografie eine „Die Nummer 1 im Pott sind wir“-Botschaft in ihrer Choreografie.



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