Im Spiel der österreichischen Nationalmannschaft gegen Belgien am vergangenen Freitag kündigte die Gruppe Hurricanes mit einer Choreo das sofortige Ende ihres organisierten Supports an. Der Fanklub bleibe jedoch weiterhin bestehen.
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Nach fast 13 Jahren beendeten die Hurricanes ihren organisierten Support für das Nationalteam im Wiener Ernst-Happel-Stadion mit einer Choreografie. In der Mitte war eine Blockfahne des Symboltiers der Hurricanes, dem Löwen, zu sehen. Im Hintergrund wurden auf der gesamten Kurve glänzende Pappen in Rot und Silber hochgehalten. Vor der Tribüne war auf einem Spruchband „Bei unserem letzten Tanz strahlt der Löwe in vollem Glanz!“ zu lesen. „Wir stellen nun den Support ein, machen Platz frei für eine andere Gruppierung. Unser Fanklub wird weiter bestehen bleiben, aber nicht mehr in der Mitte der Kurve stehen“, wird Bernhard Wastyn, Präsident und Vorsänger der Hurricanes, in der Kronen Zeitung zitiert. „Die Ära der Hurricanes geht zu Ende, wir ziehen uns zurück in die hinteren Ränge.“, stand dazu auf einem Spruchband der Hurricanes beim Heimspiel gegen Belgien geschrieben.
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Auf ihrer Homepage begründen die Hurricanes diesen Schritt wie folgt: „Der Aufwand, der betrieben werden muss, um einen Auftritt, wie wir ihn in einem ausverkauften Ernst-Happel-Stadion als gebührend erachten, ist einfach zu groß. Vor allem wird uns nicht ansatzweise die Wertschätzung zuteil, die diese Arbeit verdient. Nicht nur vom Team und dem Verband, sondern auch von den eigenen Fans in der Kurve. Wir wollten allerdings nicht stillschweigend den Support einstellen, sondern mit einem letzten Auftritt ´Auf Wiedersehen´ sagen und das nicht schlicht, sondern mit einem pompösen Abgang.“
Ein Beispiel für die geringe Wertschätzung ihrer Arbeit ist erst einen Tag vor dem letzten Tanz der Hurricanes vorgefallen: Wastyn, hauptberuflich Lehrer, hatte mit seiner Klasse im Rahmen eines Projekttages drei Stunden im Stadion an der Choreo gearbeitet, erzählt er. Danach wäre eigentlich abgemacht gewesen, dass die Kinder beim Training der Nationalmannschaft zuschauen dürften. Das sei seiner Klasse jedoch kurzfristig untersagt worden, eine Enttäuschung für die motivierten Kinder.
https://www.youtube.com/watch?v=L–0neGOkWI
Am 17. November 2010 besuchten die Hurricanes das erste Länderspiel als Fanklub, um das Stimmungsproblem bei Länderspielen Österreichs anzugehen. Mit Megafon, Fahnen und Trommeln besuchte der Fanklub seitdem die Spiele der Nationalmannschaft, sowohl in Österreich als auch in Europa und der ganzen Welt. Dabei plante die Gruppe auch in Zusammenarbeit mit anderen Fanklubs regelmäßig aufwendige Choreografien, führte neue Fangesänge ein und sorgte somit für eine lebendige Fankultur bei der Nationalmannschaft Österreichs.
Das Fazit der Hurricanes nach fast 13 Jahren organisiertem Support: „Wir sind auf unsere Arbeit und Leistung sehr stolz. Auch wenn es nicht immer leicht war und wir oftmals kritisiert wurden, werden die schönen Momente in Erinnerung bleiben. Wir hoffen, dass nun ein Nachfolger unser Amt übernimmt und unser „Werk“ fortsetzt. Wir werden ab nun in den hinteren Rängen die Plätze einnehmen, bleiben aber unserem Team treu!“(Faszination Fankurve, 17.10.2023)
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