„Die ganze Gruppe wurde innerhalb kürzester Zeit eingekesselt“
Faszination Fankurve22.11.20230 Kommentare
Foto: Faszination Fankurve
Die Fanszene der Ravensburg Towerstars hat am Dienstag auf Facebook eine Stellungnahme zu Vorkommnissen vor dem Spiel gegen den EV Landshut veröffentlicht. Darin wird geschildert, wie die gesamte B1 Crew am Sonntag von der Polizei eingekesselt und einer „Erkennungsdienstlichen Maßnahme“ unterzogen worden sei.
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Rund eineinhalb Stunden vor Spielbeginn hatte sich die Gruppe nach eigener Aussage auf dem Oberschwabenhallenparkplatz versammelt. Nach kurzer Zeit sei ein großes Aufgebot der Polizei aufgetaucht, das die Gruppe schnell eingekesselt habe. Die Begründung der Polizei für diese Maßnahme lag laut Statement beim Entzünden von zwei Bengalos auf dem Weg der Gruppe aus der Stadt zum Parkplatz. Da die Gruppe den Pyrozünder nicht verpfiff, sei schließlich seitens der Polizei eine „Erkennungsdienstliche Maßnahme“ verkündet worden.
Dazu sei dann nochmals Verstärkung gekommen, sodass die Anzahl an Polizisten dreifach so hoch gewesen sei, wie die Zahl der gekesselten Ravensburg-Fans. Insgesamt habe die Einkesselung und Kontrolle laut B1 Crew rund drei Stunden gedauert. Die Gruppe schreibt dazu: „Nach und nach wurden die Leute einzeln aus dem Kessel von zwei Polizisten abgeführt. Nach vollständiger Visitation durfte man vor einer Gruppe von ca. acht Polizisten bei laufender Kamera den Hampelmann spielen, ehe man mit einem temporären Platzverbot vom Parkplatz geschickt wurde.“ (Faszination Fankurve, 22.11.2023)
Faszination Fankurve dokumentiert die Stellungnahme der Block 1 Crew:
Stellungnahme zum Heimspiel 19.11.2023 gegen Landshut
Gegen 16.45 machte man sich wie gewohnt gemütlich mit der ganzen Truppe aus der Stadt auf den Weg Richtung Eishalle, wo man gegen 17 Uhr die Nachzügler auf dem Oberschwabenhallenparkplatz einsammeln und dann gemeinsam ins Stadion wollte. So groß die Vorfreude auf das erste Landshut-Spiel der Saison war, war diese auch gegen kurz vor 17 Uhr wieder weg. Als ein großes Aufgebot, gemischt von Polizisten und BFE’lern, uns auf dem Parkplatz entgegenkam, wusste noch niemand so richtig was los war. Schnell wurde klar, dass das kein normaler Zustand ist.
Nach und nach trafen immer mehr und mehr BFE’ler und Streifenpolizisten ein und die ganze Gruppe wurde innerhalb kürzester Zeit eingekesselt. Begründet wurde dieses Szenario von unserer geliebten Staatsmacht mit zwei Bengalos, welche auf dem Weg aus der Stadt an die Eishalle gezündet wurden. Kaum verständlich, dass es hierfür so ein Aufgebot von Polizisten braucht und die Gruppe dafür gekesselt wird. Nachdem unsererseits keine Einzelpersonen aus der Gruppe heraus verpfiffen wurden, ging der ganze Zirkus unserer Staatsmacht erst so richtig los. Als „Erkennungsdienstlichen Maßnahmen“ wurde eine Personalienkontrolle aller anwesenden Personen verkündet.
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Bis die erste Person dann mal kontrolliert wurde und unsere Freunde und Helfer gerichtet waren, vergingen nochmals mehr als 30 Minuten. Hierzu kam nochmals Verstärkung, sodass etwa drei Polizisten für eine Person von uns vor Ort war. Wer während der dreistündigen Einkesselung auf die Toilette wollte, wurde von zwei Polizisten am Arm gepackt und auch hierbei begleitet.
Nach und nach wurden die Leute einzeln aus dem Kessel von zwei Polizisten abgeführt. Nach vollständiger Visitation durfte man vor einer Gruppe von ca. acht Polizisten bei laufender Kamera den Hampelmann spielen, ehe man mit einem temporären Platzverbot vom Parkplatz geschickt wurde. Es scheint fast so, als würde man sich von Seiten der Polizei mit dieser „Aktion nach Lehrbuch“ die Verfehlungen und Miseren bei Ihren eigentlichen Aufgaben schönreden.
Gegen kurz nach 20 Uhr waren endlich alle Personen vor der Halle eingetroffen und man machte sich noch zum letzten Drittel auf in die Halle. Der Spaß am geliebten Eishockey war allerdings allen vergangen, weshalb der Auftritt in der Halle lediglich als Statement gegen die willkürliche Aktion unserer Staatsmacht zu werten ist.
Als wäre der Abend nicht schon schlecht genug gelaufen, durfte man sich noch eine Niederlage nach Penaltyschießen mit ansehen. Damit war der Tag gelaufen.
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