Rund 7.000 Menschen zogen am heutigen Vormittag vom Theodor-Heuss-Platz in Berlin-Westend zum Olympiastadion. Hinter einer „In tiefer Trauer um Kay“-Botschaft ging es bis zum Stadion, in dem Hertha BSC am Mittag die Fortuna aus Düsseldorf empfing. Die Harlekins Berlin hatten zu dem Trauermarsch aufgerufen.
Das gesamte Heimspiel der Alten Dame gegen Düsseldorf stand im Zeichen der Trauer um den unter der Woche plötzlich verstorbenen Vereinspräsidenten, der aus der Ostkurve Hertha BSC stammte. „Wir gießen deinen Baum mit unseren Tränen – In unseren Herzen wirst du ewig leben“, stand heute auf einem Spruchband in der Ostkurve in Anlehnung an den Baum geschrieben, den Kay Bernstein nach seiner Wahl zum Hertha-Präsidenten für den Verein pflanzte. „In Gedenken an Kay Bernstein“, war ebenfalls vor der Ostkurve zu lesen, wo sonst die Zaunfahne der Harlekins Berlin zu sehen ist. Bernstein war Gründungsmitglied der bis heute führenden Gruppe der Ostkurve. „Ultra der ersten Stunde – Herthaner bis zur Letzten! Dein Einsatz für den Verein – unvergessen!“, schrieben die Ultras von der Hauptstadtmafia passend auf ein Spruchband. Auch im Gästeblock gedachten die Fortuna-Fans. „Ein anderer Fußball ist möglich! In Gedenken an Kay Bernstein“, war dort zu lesen. In zahlreichen weiteren Fankurven in Deutschland kam es am Wochenende bereits zu Beileidsbekundungen.
https://youtu.be/SNRgP986sY0?si=iXCS304USEybz1JJ
Das Rahmenprogramm im Olympiastadion wurde dem Anlass entsprechend auf ein Minimum reduziert. Musikalisch gab es eine langsame Version der Hertha-Hymne „Nur nach Hause“ sowie den Song „Imagine“ von John Lennon. Werbebanden waren in Schwarz abgedeckt. (Faszination Fankurve, 21.01.2024)
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