FC St. Pauli muss wegen Spruchband & Song über Dixi-Klos zahlen

Faszination Fankurve 08.08.2024 0 Kommentare

Foto: Faszination Fankurve

Das Sportgericht des DFB hat den FC St. Pauli „wegen eines unsportlichen Verhaltens seiner Anhänger“ zu einer Geldstrafe in Höhe von 5.000 Euro verurteilt. Sanktioniert wurde dabei ein Spruchband von Ultrà Sankt Pauli beim Heimspiel gegen den FC Hansa Rostock.

Werbung

„Dixis im Gästeblock? Feiertag für Fäkalien-Fetischisten!“ stand auf dem Spruchband in der Südkurve geschrieben. Die Buchstaben FCH waren dabei farblich hervorgehoben. Adressiert wurden somit die FC Hansa Rostock-Fans im Gästeblock.

Zum Hintergrund:

Im Vorfeld des brisanten Duells entschied sich der FC St. Pauli die eigentlichen sanitären im Gästeblock zu schließen und den Gästefans aus Rostock stattdessen mobile Toiletten zur Verfügung zu stellen. Der Verein reagierte damit auf Sachbeschädigungen beim vorherigen Gastspiel des FC Hansa am Millerntor. Die Firma, die die mobilen Toiletten im Gästebereich aufstellte, gab vorm Spiel bekannt, dass pro unbeschädigter mobiler Toilette 100 Euro an den Nachwuchs des FC Hansa Rostock gespendet werden sollen. Vor Anpfiff lief im Millerntor passend dazu ein Song von Tommy Molotow, in dem es u.a. hieß „Für Hansa-Fans nur Dixi-Klo“, was von den FC St. Pauli-Fans entsprechend gefeiert wurde:

https://youtu.be/PXJxba_6siY?si=5xL1uHzH1XTLtMcl

Werbung

Mehr Beiträge zum Thema …

Das DFB-Sportgericht argumentiert im Urteil gegen den FC St. Pauli nun, dass die Kombination aus Spruchband und dem Abspielen des Songs vorm Anpfiff zur Strafe geführt habe. „Während der ersten Halbzeit der Zweitligapartie gegen den FC Hansa Rostock am 26. April 2024 zeigten Hamburger Zuschauer ein beleidigendes Banner, welches im Verbund mit dem zu Anpfiff der Begegnung abgespielten Lied samt Liedtext auf der Stadionleinwand unangemessen und abwertend war. Der Verein hat dem Urteil zugestimmt, das Urteil ist damit rechtskräftig“, heißt es dazu vom DFB. Bis zu 1.600 Euro der 5.000 Euro-Strafe darf der FC St. Pauli für sicherheitstechnische oder gewaltpräventive Maßnahmen verwenden, was dem DFB bis zum 31. Dezember 2024 nachzuweisen wäre. Das erneute Aufstellen von mobilen Toiletten gegen Hansa Rostock kann davon also nicht finanziert werden, da der FC St. Pauli in die Bundesliga auf- und der FC Hansa Rostock in die 3. Liga abgestiegen ist. (Faszination Fankurve, 08.08.2024)

 

Werbung

0 Kommentare

weitere Beiträge