Ein Fan von Ferencváros zündete am Samstagabend gegen Újpest grünen Rauch im violetten Gästeblock. Beim Derby in Budapest waren etwa zehn Minuten gespielt, als ein Mann mit einer Fernbedienung in der Nähe des Gästebereichs auftauchte. Auf einer kleinen Fernbedienung gab er den Code „ACAB“ ein.
Anschließend stieg im Gästeblock grüner Rauch empor. Der Fradi-Fan rief den Gästefans noch zu, was los sei. Die Green Monsters, die führende Ultragruppe von Ferencváros, veröffentlichten ein Video zum Geschehen und bekannten sich somit zur Aktion:
https://youtu.be/T5hLYXZmjWk?si=5S5NtTnO5QAvnbLl
Auch in Deutschland ärgerten sich rivalisierende Ultragruppen bereits mit Fernzündungen. Beim Derby gegen Eintracht Braunschweig veröffentlichten die Ultras Hannover unter der Überschrift „Rache oder Demütigung? – Eine Reise durch die Moralvorstellungen der Ultras der Neuzeit“ einen Text im eigenen Flyer, in dem sie die Folgen der Aktion der Braunschweig-Fans sowie der eigenen Reaktion kritisch hinterfragten. Die Gruppe ging in ihrem „Ultras, lasst die Fernzündungen sein!“-Text auf die Konsequenzen und Risiken ein, die durch Aktionen mit Fernzündung auch in Hinblick auf Sicherheitsbehörden und Terroranschlägen in Stadien entstehen könnten. Zudem fragten sich die Ultras aus Hannover selbstkritisch, welche Risiken für die Subkultur der Ultras mit solchen Aktionen verbunden ist.
Beim Derby in Budapest kam neben der Fernzündung auch weitere Pyrotechnik zum Einsatz. Sowohl im Heim- als auch im Gästeblock kamen Rauch und Bengalische Fackeln zum Einsatz. Ferencváros gewann das Derby durch ein Tor in der Nachspielzeit mit 1:0. Im Vorfeld des Spiels soll eine dreistellige Anzahl von Hooligans von Ferencváros zu Újpest gefahren und eine Kneipe des Rivalen angegriffen haben. (Faszination Fankurve, 19.08.2024)
0 Kommentare