„Vereinsstolz statt Hipstergepose“: U23-Spieler des FCN wurde angegriffen

Faszination Fankurve 02.09.2024 0 Kommentare

Foto: Faszination Fankurve

In der Nacht von Samstag auf Sonntag ist es zu einem körperlichen Angriff auf Niklas-Wilson Sommer, U23-Spieler des 1. FC Nürnberg, gekommen. Sommer ist in den sozialen Netzwerken als Influencer aktiv und veröffentlichte wenige Tage zuvor ein Foto, das ihn im Trikot des FC Bayern München zeigte.

https://twitter.com/thomassist25_/status/1830343571599155377

Der 1. FC Nürnberg verurteilte den Angriff auf Sommer: „Mit dem Auflauern vor der Haustür am frühen Abend sowie dem körperlichen Angriff einige Stunden später in der Nacht haben die Personen jegliche Grenzen überschritten. Die Tat ist offenbar eine Reaktion darauf, dass sich der Spieler drei Tage zuvor in einem Bayern-Trikot in den sozialen Netzwerken gezeigt hat. Das Foto wurde kurz nach der Veröffentlichung wieder gelöscht, der Spieler hat zudem öffentlich um Entschuldigung gebeten. Der Verein wird es niemals akzeptieren, wenn Spieler oder Spielerinnen körperlich angegriffen werden. Genau das ist in der vergangenen Nacht durch die Handlungen von Einzelpersonen geschehen. Der Club verurteilt dieses Verhalten aufs Schärfste. Das ist mit den Werten des FCN absolut nicht vereinbar. Die polizeiliche Aufarbeitung des Vorfalls hat noch in der Nacht begonnen. Sollte es in diesem Zusammenhang zu Verurteilungen kommen, wird der Verein selbstverständlich entsprechend reagieren“, teilte der FCN zum Angriff von unbekannten Personen auf den Spieler mit.

Spruchband der Banda di Amici in Richtung Niklas-Wilson Sommer.

Am Samstagmittag beim Zweitliga-Heimspiel des 1. FC Nürnberg gegen den 1. FC Magdeburg zeigten die Ultras Nürnberg ein Spruchband zum Thema, auf dem „Vereinsstolz statt Hipstergepose – Niklas Wilson, du bist scheiße, wie der FCB!“ geschrieben stand. Die Banda di Amici hielten ein „Wilson verpiss dich du Bayernschwein!“-Plakat hoch. Die FCN-Ultras spielten damit auf die Aktion an, bei der sich Sommer im Trikot des ungeliebten Rivalen zeigte.

Vor Anpfiff des Heimspiels gegen Magdeburg leiteten die FCN-Ultras das Spiel mit einer Choreografie für Javier Pinola, der als Spieler Publikumsliebling im Max-Morlock-Stadion war und nun als Assistent von Chef-Trainer Miroslav Klose zum Club zurückkehrte.

Im Bereich der Ultras Nürnberg machten sich FCN-Fans noch für die Abschaffung der Ausnahmen stark, die die 50+1-Regel nicht einhalten. „Die Ausnahme bestätigt die Regel-Phrasen abschaffen! Ob Wolfsburg oder Leverkusen – Schluss mit den Ausnahmen! Und wenn ihr es euch noch 49 Mal sagen müssen: Die Mehrheit bleibt immer beim Verein! 50+1 umsetzen!“, stand dazu in der Nordkurve geschrieben. Bayer 04 Leverkusen und der VfL Wolfsburg sind formal die einzigen Clubs im deutschen Profifußball, die die 50+1-Regel nicht einhalten und von einer Ausnahme Gebrauch machen. (Faszination Fankurve, 02.09.2024)

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