Der SV Werder Bremen empfing am gestrigen Samstag den FC Bayern München im heimischen Weserstadion. Die Werder-Ultras zeigten bei dem Heimspiel eine Gedenk-Choreografie und feuerten zur Einweihung einer neuen Zaunfahne Rauch in der Ostkurve ab.

Vor Anpfiff verlasen Mitglieder der Ultras von Infamous Youth einen Nachruf auf Hersh Goldberg-Polin im Weserstadion. Zudem organisierte die Gruppe eine Gedenkchoreografie für „Hersh“ in der Ostkurve. „Shalom, Salam, Peace – May Your Memory Be A Revolution, Achi!“, lautete das Motto der Aktion. Passend dazu wurde über die Lautsprecher im Weserstadion das Lied abgespielt, das die Mutter von Hersh ihm früher zum Einschlafen vorgesungen hatte. Ultragruppen von Werder Bremen zeigten noch verschiedene Spruchbänder zum Thema.
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Hersh war Ultra von Hapoel Jerusalem und dort bei der Brigade Malcha aktiv, die mit Ultras von Werder Bremen eine Freundschaft pflegt. Über 300 Tage nach der Verschleppung in den Gaza-Strafen wurde Hersh dort getötet.

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Zu Beginn der 2. Halbzeit war es dann soweit. Mit grünen und weißen Rauchraketen wurde eine neue Zaunfahne eingeweiht, die fortan zwischen Ober- und Unterrang der Ostkurve Bremen hängen soll. „SPORT-VEREIN ‚WERDER‘ VON 1899“, steht auf der neuen Zaunfahne geschrieben.

Auf dem Rasen dominierte der FC Bayern München, der das Auswärtsspiel in Bremen am Samstag souverän mit 5:0 gewinnen konnte. Der Club Nr. 12 organisierte zum Spiel in Bremen einen selbstverwalteten Sonderzug für etwa 700 FC Bayern-Fans. (Faszination Fankurve, 22.09.2024)

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