Keine Choreo & kein organisierter Support: Warum die Ultras von Holstein Kiel das Spiel in Leverkusen verpassten

Faszination Fankurve 05.10.2024 0 Kommentare

Foto: Faszination Fankurve

2.800 Fans von Holstein Kiel reisten zum heutigen Auswärtsspiel bei Bayer 04 Leverkusen. Doch die Ultras von Holstein Kiel verpassten letztlich das Bundesliga-Auswärtsspiel. Grund hierfür war, dass eine angemeldete Choreografie nicht mit in den Gästeblock genommen werden durfte.

Gästeblock in Leverkusen beim Gastspiel von Holstein Kiel. Im unteren Bereich fehlt die Ultraszene der Störche.

Die Choreografie unbewacht vor den Stadiontoren zu lassen, war für die KSV-Ultras keine Option, weshalb diese das Stadion in Leverkusen nicht von Innen sahen. Im Gästeblock der Holstein Kiel-Fans waren deshalb in den unseren Reihen deutliche Lücken zu sehen. Außerdem gab es dort keinen organisierten Support. Besonders ärgerlich war für die Holstein-Fans, dass die Aktion angemeldet und auch genehmigt war. „Alles wurde fristgerecht abgesprochen, alle Bedingungen wurden erfüllt, Brandschutzstandart B1 beim Material eingehalten und trotzdem wurde die mit viel Zeitaufwand und finanziellem Einsatz gestaltete Choreo der Kieler Fanszene heute vom Sicherheitsdienst in Leverkusen nicht ins Stadion gelassen. Begründung nach einem ausgiebigen Brandtest: „die Choreo sei entflammbar.“ – ja, so wie fast jedes Material…ab einem gewissen Punkt. Unter diesen Umständen war heute konsequenterweise kein geordneter Support möglich, auch wenn es allen Beteiligten sehr schwer gefallen ist. So wird Fankultur kaputt gemacht“, äußerte die Gruppo Ernsto aus der aktiven Holstein Kiel-Fanszene Kritik am Vorgehen in Leverkusen. Die Ultras Leverkusen hatten im Heimbereich bereits ähnliche Probleme mit dem Brandschutz. Im Jahr 2017 konnte eine Choreografie der Bayer 04-Fans aus gleichem Grund nicht gezeigt werden. Der Nordkurve 12-Dachverband veröffentlichte damals ein Video, das zeigen sollte, dass die beanstandete Blockfahne nicht entflammbar gewesen sei.

Die KSV-Ultras verpassten somit eine Partie, in der der amtierende Deutsche Meister bereits nach acht Minuten mit 2:0 in Führung lag. Doch Holstein Kiel gelang durch Treffer in der Nachspielzeit der ersten Hälfte sowie in der 69. Minute durch einen von Fiete Arp verwandelten Elfmeter ein Comeback. Die Bundesliga-Partie endete trotz deutlicher Überlegenheit der Werkself vor 30.210 Fans im ausverkauften Ulrich-Haberland-Stadion 2:2. (Faszination Fankurve, 05.10.2024)

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