„Dank allen Ultras für die Solidarität!“: KSC-Ultras kritisieren Berichterstattung der Lokalmedien

Faszination Fankurve 09.10.2024 0 Kommentare

Foto: Faszination Fankurve

Die Ultras des Karlsruher SC nutzten das Heimspiel am vergangenen Freitag gegen den SV Darmstadt 98, um sich für die entgegengebrachte Solidarität bei Ultras aus ganz Deutschland zu bedanken. Gleichzeitig kritisiert der ULTRA1894-Zusammenschluss die Berichterstattung über die aktuellen Prozesse wegen der Pyroaktion beim Heimspiel gegen St. Pauli.

Erstinstanzlich wurden zwei KSC-Ultras zuletzt zu Haftstrafen ohne Bewährung verurteilt, obwohl keinem der Beschuldigten irgendeine Tatbeteiligung nachgewiesen werden konnte. Das umstrittene Urteil von Karlsruhe sorgte für eine große Welle der Solidarität. In fast allen Fankurven in Deutschland waren deshalb zuletzt Solidaritätsspruchbänder für die betroffenen Ultras aus Karlsruhe zu sehen. Mit einem „Grundpfeiler unserer Bewegung und Mentalität – Dank allen Ultras für die Solidarität!“-Spruchband bedankten sich die KSC-Ultras nun für die entgegengebrachte Solidarität. „Willkür und Repression als Neues Maß – Die ‚Stadt des Rechts‘ verkommt zur Farce“, stand auf einem Spruchband der Gegengerade Karlsruhe geschrieben, mit dem Kritik an den Urteilen formuliert wurde.

KSC-Ultras bedanken sich für Solidaritätsspruchbänder aus ganz Deutschland und darüber hinaus.

Ein „BNN und KA-News – Die wahren Brandstifter seid ihr!“-Spruchband der Gegengerade Karlsruhe richtete sich an die Lokalmedien. „Die Öffentlichkeit in Gerichtsverhandlungen ist eine wichtige Säule des Rechtssystems und dient der Kontrolle der Gerichte. Eine Kontrolle, die insbesondere durch eine Presse erfolgen kann, die ihre Rolle als vierte Gewalt versteht und verantwortungsvoll wahrnimmt. Die vor Willkür und Rechtsbeugung schützt. In Karlsruhe wird diese Rolle jedoch grundlegend anders interpretiert. Eine kritische Begleitung der Prozesse findet nicht nur nicht statt, vielmehr wird sowohl die zweifelhafte Ermittlungsarbeit als auch die bisherige sehr exklusive Rechtsauslegung des Gerichts öffentlich gestützt. Dazu werden die Prozesstage durch die BNN mit ablehnenden Grundsatzartikeln und Meinungsbeiträgen zum Thema Pyrotechnik umrahmt und die eigentliche Kontrollmöglichkeit von KA-News dazu missbraucht, die Angeklagten mit Klarnamen per Liveticker dem Voyeurismus der Öffentlichkeit preiszugeben. Der Mehrwert dessen ist ohne Einordnung, ohne Expertenmeinung, ohne Erklärungen und ohne verschiedene Sichtweisen gleich null. Für die Betroffenen hat die Art der Berichterstattung aber reelle Konsequenzen. Durch das Feuer der polemischen Artikel droht die Tatsache, dass keinem der Beschuldigten irgendeine Tatbeteiligung nachgewiesen werden kann, im Nebel zu verschwinden. Das wollen und können wir nicht akzeptieren. Die Karlsruher Fanszene steht weiter geschlossen zusammen und solidarisch an der Seite der Angeklagten. BNN und KA-News-die wahren Brandstifter seid ihr!“, konkretisierte ULTRA 1894 die Kritik an der Berichterstattung der Lokalmedien über die anhaltenden Gerichtsprozesse in Karlsruhe.

Kritik der Gegengerade Karlsruhe an der Berichterstattung der Lokalmedien in Karlsruhe.

Mit einer Choreografie mit dem Motto „An der Umgehungsstraße – auf der Gegengerade unserer Stadt – steht eine Nervenklinik – wie sie noch keiner gesehen hat“ wurde am Freitag im Wildparkstadion zudem noch der fünfte Geburtstag von Nervenklink Karlsruhe gefeiert. (Faszination Fankurve, 09.10.2024)

Choreografie zu fünf Jahren Nervenklinik Karlsruhe.

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