Schussabgabe in Augsburg: Alle Beteiligten aus Unterstützungskommando geworfen

Faszination Fankurve 17.10.2024 0 Kommentare

Foto: Faszination Fankurve

Am 22. August 2024 wurde ein 28 Jahre alter Polizist des Unterstützungskommando (USK) wegen der Schussabgabe am 19. August 2023 gegen Ende des Bundesligaspiels des FC Augsburg gegen Borussia Mönchengladbach zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Nun wurde bekannt, dass auch alle anderen beteiligten Polizeikräften aus dem USK geworfen wurden.

„Die am Vorfall beteiligten USK-Beamten wurden nach Bekanntwerden des Sachverhalts zwischen September 2023 und Dezember 2023 anderweitig verwendet. Mit Ausnahme eines versetzten Beamten wurden die beteiligten Beamten zwischenzeitlich wieder im USK verwendet. Nach Abschluss des Gerichtsverfahrens erfolgte eine Neubewertung und die Entfernung aller beteiligten Beamten sowie deren zwei unmittelbaren Vorgesetzten aus dem USK“, heißt es dazu vom Innenministerium in der Antwort auf die Kleine Anfrage. Das Schreiben liegt der Faszination Fankurve-Redaktion vor.

Vorm Landgericht Augsburg ging es auch um die Frage, ob die Aussagen der anderen Polizisten, die als Zeugen auftraten, abgesprochen waren und ob zuvor ein weiterer Polizist seine scharfe Waffe gezogen hatte. „Im Zuge der Auswertung der Vernehmungen des Bayerischen Landeskriminalamt wurde offensichtlich, dass sich Beamte in den Vernehmungen widersprochen haben. Um diesen Umstand weiter ausermitteln zu können, wurde ein Disziplinarverfahren eingeleitet“, heißt es dazu in der Antwort auf die Kleine Anfrage.

Einschussloch im Bus des FPMG Supporters Club.

Die Augsburger Allgemeine berichtet am heutigen Donnerstag unter Berufung auf die Antwort des bayrischen Innenministeriums auf eine Kleine Anfrage von den Rauswürfen. Demnach seien alle Polizisten, die beim Vorfall am 19. August 2023 bei der „Wasserschlacht“ dabei waren aus dem USK der Polizei Bayern geworfen worden. Zudem seien zwei unmittelbare Vorgesetzte der Spezialeinheit zwangsversetzt worden. Die Kleine Anfrage hatte der Grünen-Abgeordneten Max Deisenhofer gestellt. „Im Zuge der Auswertung der Vernehmungen des Bayerischen Landeskriminalamts wurde offensichtlich, dass sich Beamte in den Vernehmungen widersprochen haben“, heißt es laut Informationen der Zeitung in der Antwort auf die Kleine Anfrage. Zudem machte die Augsburger Allgemeine die Chat-Nachricht eines Polizisten öffentlich, der darin den ermittelnden Staatsanwalt beleidigt haben soll.

Während der Schütze selbst nach dem rechtskräftigen Urteil des Landgerichts Augsburg nicht mehr in den Polizeidienst zurückkehren kann, endete für die anderen Polizisten vor Ort mittlerweile ihre Tätigkeit im USK. (Faszination Fankurve, 17.10.2024)

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