Warum die Ultras von Rapid Wien bei Pokal-Blamage nicht im Stadion waren

Faszination Fankurve 31.10.2024 0 Kommentare

Foto: Faszination Fankurve

Ultras und aktive Fanszene des SK Rapid Wien verpassten das gestrige Achtelfinale im ÖFB-Cup ihres Vereins im Stadion Hohe Warte. Der Block West reiste zwar in den 19. Wiener Gemeindebezirk Döbling, blieb dann jedoch vor den Stadiontoren.

Die Rapid-Fanszene betrat das Stadion nicht, weil über einen Meter große Fahnen plötzlich nicht mit in den Gästeblock genommen werden durften. Außerhalb des Gästebereichs scheint dies jedoch kein Problem gewesen zu sein. Die Ultraszene von Rapid wollte sich diese Drangsalierung nicht gefallen lassen.

„Die Polizei in Döbling unterbindet den Rapid-Fans die Unterstützung des SK Rapid. Mit Fahnen wird der Zutritt zum Stadion nicht erlaubt. Die aktive Fanszene wird die Hohen Warte beim heutigen Cupspiel daher voraussichtlich nicht betreten. Bereits gekaufte Tickets können an der Gästekassa zurückgeben werden“, teilte die Rechtshilfe Rapid dazu am Mittwochabend mit.

https://twitter.com/RH_Rapid/status/1851667450913296576

Das Social Media-Team der Polizei Wien erklärte: „Im Stadion Hohe Warte gilt eine Hausordnung, die Fahnenstangen über 1 Meter Länge sowie übergroße oder beleidigende Transparente untersagt. Fans mit diesen Utensilien wurde der Eintritt ohne sie freigestellt. Dies wurde durch die Ordner vor Ort durchgesetzt.“

„Denn die Wiener Polizei bzw. konkret jene des Bezirks Döbling hat sich einfallen lassen, dass diesmal andere Regeln als vor vier Wochen gelten sollten und alle Stoffe und Fahnen über einem Meter Größe verboten. Bewusst wurde damit der aktive Support verunmöglicht, weswegen auch die Gruppen des Block West das Stadion nicht betraten. Dass es reine Willkür war, zeigte sich daran, dass etwa andere Transparente sowohl auf der Haupttribüne als auch auf der Rapid-Seite am Haupteingang mitgenommen und aufgehängt werden konnten. Nur bei denjenigen des Block West wurde am Gästeeingang ein Verbot exekutiert. Die Wiener Polizei demonstrierte erneut, das für sie in ihrem Selbstverständnis keine Regeln gelten und sie gegenüber jedem und jeder, wo und wann sie will, tun und lassen kann, was sie will“, wird die Situation im Brucki-Blog von einem Rapid-Fan beschrieben, der vor Ort war.

Die aktive Fanszene verfolgte das Spiels teils von außerhalb und musste so mit ansehen, wie der SK Rapid trotz Führungstreffer von Maximilian Hofmann in der 39.Minute aus dem Pokal ausschied. Der niederösterreichische Zweitligist SV Stripfing/Weiden erzielte in der 79. Minute aus dem Nichts den Ausgleich und in der 85. Minute sogar den Siegtreffer. (Faszination Fankurve, 31.10.2024)

0 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

weitere Beiträge