„Unser Protest war erfolgreich!“: Südkurve München beendet den Boykott

Faszination Fankurve 15.11.2024 0 Kommentare

Foto: Faszination Fankurve

Shakhtar Donezk hat die Ticketpreise im Gästeblock in der Arena auf Schalke für das Auswärtsspiel des FC Bayern München angepasst, nachdem die Südkurve München zum Boykott des Champions League-Spiels aufrief. Über 36.000 FC Bayern-Fans hatten ihre Kartenbestellungen storniert.

Danach senkte Shakhtar Donezk die Preise von 52 Euro auf 26 Euro für einen Stehplatz und von 105 Euro auf 45 Euro bei den Sitzplätzen. Die Südkurve München reagierte heute auf die Preissenkung und nahm den Boykott-Aufruf zurück. Die aktiven Gruppen des FC Bayern werden das Auswärtsspiel in der Königsklasse somit doch besuchen. (Faszination Fankurve, 15.11.2024)

Die Südkurve München beim Pokalspiel in Ulm.

Faszination Fankurve dokumentiert die Stellungnahme der Südkurve München:

[grau]Unser Protest war erfolgreich! Donezk muss die Ticketpreise anpassen! Boykott aufgehoben!

Shakhtar Donezk hat die Ticketpreise im Gästesektor für unser Auswärtsspiel auf das gemäß Ticket-Regularien erlaubte Preisniveau angepasst.

Die Ticketpreise liegen nun bei:
Stehplatz – 26€ (anstatt ursprünglich 52€)
Sitzplatz – 45€ (anstatt ursprünglich 105€)

Da damit das angestrebte Ziel erreicht ist, die Ticketpreise für alle Bayern Fans im Gästesektor zu reduzieren, wird die Südkurve mit allen aktiven Gruppen das Spiel gegen Donezk besuchen.

Ein Erfolg, der zum einem auf die hohe Anzahl stornierter Tickets, zum anderen auf das Beharren auf die geltenden Ticket-Regularien zurückzuführen ist. Der Dank gilt daher allen Bayernfans, die sich beteiligt haben! Wir Fans können etwas erreichen, wenn wir zusammenhalten und für unsere Rechte einstehen!

Diese Wendung ist aber nicht nur ein Erfolg für die Bayernfans, die zu unserem Spiel in Gelsenkirchen fahren, sondern für alle Fußballfans in Europa. Die von der UEFA eingeführten Regularien zur Preisgestaltung für Gästefans in europäischen Wettbewerben müssen transparent kommuniziert und konsequent umgesetzt werden. Die zuständigen Stellen bei der UEFA müssen sich hinterfragen, wie es überhaupt dazukommen konnte, dass sich nach wochenlangem Hin und Her erst durch einen so drastischen Schritt der Fans etwas getan hat.

Die Verantwortlichen in den Vereinen müssen ihre Preispolitik hinterfragen. Die von der UEFA eingeführte Preisobergrenze für die günstigste Kategorie von aktuell 60€ und perspektivisch 50€ ist ein guter erster Schritt, kann aber nicht das Ende der Fahnenstange sein. Ein Fußballspiel ist keine Opernaufführung! Die Ticketpreise müssen sozialverträglich gestaltet werden, damit alle Fans in die Stadien gehen können. Twenty is plenty!
 

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