In der Südkurve des Müngersdorfer Stadions wurde das gestrige Heimspiel des 1. FC Köln im DFB-Pokal gegen Hertha BSC mit einem Feuerwerk und blinkenden Stroboskopen eingeleitet. „Hück weed et Joot – Et Levve is zo koot“ stand beim Warmmachen der Teams in Anlehnung an einen Song der Karnevalsband Paveier vor der Kurve geschrieben.

Da der Song mit der Zeile „Dröm losse mer de Stän am Himmel danze“ fortgesetzt wird und mehrere Fahnen in der Südkurve ausgebreitet wurden, konnte man bereits ahnen, dass eine Pyroshow in der Südkurve bevorsteht. Noch vorm Einlaufen der Mannschaften kam dann auch die zweite Liedzeile zum Vorschein und Ultras entzündeten verteilt über die Südkurve zahlreiche Stroboskope und feuerten Raketen ab, die die tanzenden Sterne symbolisieren sollten. Die Ultras von Hertha BSC verpassten ebenso wie die Mannschaften weite Teile dieser Aktion, weil sie noch nicht im Inneren des Stadions waren.
Videos der Pyroshow in der Südkurve:
https://www.instagram.com/reel/DDKfwv-I5Ma/?utm_source=ig_web_copy_link&igsh=MzRlODBiNWFlZA
https://www.instagram.com/reel/DDKfm_OOOvb/?utm_source=ig_web_copy_link&igsh=MzRlODBiNWFlZA
https://www.instagram.com/reel/DDKgHhAIKQS/?utm_source=ig_web_copy_link&igsh=MzRlODBiNWFlZA
Die nächste Runde im Spruchband-Battle zwischen Ultras aus Köln und Berlin:
Die Wilde Horde präsentierte am Ende des gestrigen Pokalspiels noch ein sexistisches „Heißt uns am 24.5 in Berlin willkommen ihr F*tz*innen“-Spruchband in Richtung des Gästeblocks und spielte damit auf das Pokalfinale im Olympiastadion Berlin an.Die Gruppe setzte damit das Spruchband-Battle mit den Harlekins Berlin fort.
Zur Geschichte: Den Anfang machte die Wilde Horde in der Saison 2015/2016: „HB’98: Elf glückliche Väter, eine glückliche Mutter…“, hieß es damals. Dieses Spruchband der Kölner Ultras spielte auf einen Bericht der Harlekins an, in der über die Hertha-Ultras über ihre Mitglieder berichteten, die zuletzt Kinder bekamen. „WH’96: Lieber eine Mutter als zwei Väter!“, lautete die Antwort der Harlekins im Rückspiel. Medial wurde danach diskutiert, ob es sich bei dem Spruchband, um ein homophobes Plakat handelte. „HB’98: Eure Väter sind ganz froh über die Jungs vom Bahnhof Zoo!“, ging es in die nächste Runde Fehde zwischen Berliner und Kölner Ultras. Die Wilde Horde spielte damit auf den Dokumentarfilm „Die Jungs vom Bahnhof Zoo“ aus dem Jahr 2011 an, der sich mit der Stricherszene in Berlin beschäftigt. Beim Pokalspiel 2017 zeigten die Harlekins ein „Domplatte For One – Selbst an Silvester tanzt eure Schwester alleine!“-Plakat in Anlehnung an die Silvestervorfälle in Köln. Nach Provokationen beim Auswärtsspiel in Berlin vor einem Monat ging dieses Battle zwischen Ultras aus Berlin und Köln mit bewussten Grenzüberschreitungen auf beiden Seiten von der Wilde Horde aus in die nächste Runde. Im Gästeblock wurde hingegen eine „Traditionelle Eintrittskarten erhalten“-Botschaft hochgehalten.

Die Hertha ging gestern im ausverkauften Müngersdorfer Stadion vor 50.000 Fans in der zwölften Minute durch ein Elfmetertor von Maza in Führung. In der 25. Minute flog bei den Berliner Zeefuik wegen eines Kopfstoßes vom Feld. Durch ein Eigentor von Niederlechner gelang Köln nach einer halben Stunde der Ausgleich. Danach fielen bis zur Verlängerung keine Tore mehr. Als schon alles nach Elfmeterschießen aussah, bekam Köln einen Elfmeter zugesprochen, den Ljubicic in der Nachspielzeit der Verlängerung zum 2:1 verwandelte. In der Südkurve, in der auch während des Spiels immer mal wieder Pyrotechnik gezündet wurde, feierten Fans und Spieler anschließend den Einzug ins Viertelfinale. Dabei kamen nochmal einige Bengalische Fackeln zum Einsatz. (Faszination Fankurve, 05.12.2024)
0 Kommentare