Angriff von 40 bis 50 Personen auf Bus der Fraktion H auf Rastplatz

Faszination Fankurve 10.12.2024 0 Kommentare

Foto: Faszination Fankurve

Auf dem Rückweg vom Auswärtsspiel beim FC Carl Zeiss Jena wurde die Faktion H vom BFC Dynamo auf dem Weg nach Berlin gegen 22:45 Uhr auf einem Rastplatz von 40 bis 50 unbekannten Personen angegriffen. Die Gruppe selbst spricht von einer „stabilen Verteidigung am Bus“ und dem Zurückdrängen der Angreifer.

Die Fraktion H beim Auswärtsspiel in Jena.

„Gegen ~22:45 Uhr legten wir auf einem Rastplatz an, wo sich ausreichend versorgt werden sollte. Nachdem sich einige im Schnellrestaurant aufhielten, hatten sich ca.~7-9 vermummte durch parkende LKW’s am hinteren Bereich des Busses herangeschlichen und überwältigten zwei Personen, welche sich aufgrund des überraschenden Augenblickes noch gut verteidigen konnten. Durch die gute Reaktion innerhalb des Restaurants und einer stabilen Verteidigung am Bus wurden die Angreifer zurückgedrängt – nach Sammeln aller Busfahrer suchte man den Kontakt, dieser wurde aber nicht erwidert und die Angreifer, in Summe ~40-50 Mann rannten und dampften ab. Nach Erst- und Zweitversorgung der Verletzten wurde die Fahrt nach Berlin fortgesetzt“, blickt die Fraktion H auf den Busangriff am Freitagabend zurück.

Spruchband der Banda Invicta zum Polizeieinsatz in Jena in der Vorwoche.

Im Ernst-Abbe-Sportfeld in Jena holte der BFC zuvor einen Punkt. Mit einem „Bullen raus aus den Kurven – standhaft bleiben, Ultras!“-Spruchband zeigte die Banda Invicta vom BFC im Gästeblock in Jena ein Solidaritätsspruchband in Richtung der FCC-Fans. In der Vorwoche kam es hinter der Südkurve Jena zu einem umstrittenen Polizeieinsatz beim Heimspiel gegen die BSG Chemie Leipzig. In der Südkurve Jena war dieser Einsatz auch beim Heimspiel gegen den BFC nochmal Thema. So zeigten die FCC-Ultras eine „Übelster Bullenhass“-Aktion mit Mittelfinger-Blockfahne und weiteren gegen die Polizei gerichteten Botschaften. Die Sektion Weimar zeigte zudem ein „Nasen brechen, Charakter nicht! Gute Besserung!“-Plakat.

„Übelster Bullenhass“-Aktion in der Südkurve Jena.

Die Südkurve Jena führte am Freitag zudem noch eine Gutschein-Tauschaktion durch: „Mit der Einführung der Bezahlkarte für Asylsuchende wird in immer mehr Thüringer Landkreisen (u.a. Weimarer Land, Unstrut-Hainich-Kreis, Gotha und Gera), den Menschen das Leben (noch) schwerer gemacht und Selbstbestimmung genommen. Betroffene erhalten nur noch 50€ im Monat bar. Der (viel zu geringe) Restbetrag verbleibt auf der Karte, so dass weder Deutschlandticket noch Anwält/innen etc. bezahlt werden können oder etwa in kleineren Läden eingekauft werden kann. Solidarität muss praktisch werden! Um gegen diese Diskriminierung zu protestieren, das System zu unterwandern und unsere betroffenen Freund/innen zu unterstützen, laden wir Euch am 6.12. zum Heimspiel gegen den BFC zur Soli-Tauschaktion ein: Die Idee ist einfach und das Geld bleibt bei euch, nur in anderer Form: Ihr bringt 50€ Bargeld mit und tauscht dieses am Stand hinter der Kurve gegen einen 50€-Gutschein für Läden des täglichen Bedarfs (Aldi, Lidl, Rewe & co). Ihr könnt dann mit den Gutscheinen wie mit einer EC-Karte eure Alltagseinkäufe bezahlen. Das Bargeld geht auf direktem Weg an Personen aus den genannten Landkreisen. Bringt also Bargeld mit und holt euch die Gutscheine, sammelt gerne auch von Freundinnen oder Familie Geld ein – jeder Gutschein hilft!“, hieß es dazu in der Ankündigung der Südkurve. (Faszination Fankurve, 10.12.2024)

Spruchband der Sektion Weimar in der Südkurve Jena.

 

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