Der Vorstand von Rot-Weiss Essen hat zu den Ausschreitungen im Nachgang des Drittligaspiels beim VfL Osnabrück Stellung genommen. Man sei wegen des Gewaltausbruchs fassungslos. Nach den Vorfällen in Saarbrücken spricht der RWE-Vorstand von der zweiten Entgleisung innerhalb von zwei Wochen.

„Leider ist bei unserem Auswärtsauftritt in Osnabrück einiges nicht gut gelaufen. Wir stehen weiter auf Platz 18. Zudem sind wir im Verein frustriert von den außersportlichen Vorfällen, die mit Abpfiff der Partie im Stadion an der Bremer Brücke geschehen sind. Dieser Gewaltausbruch, den wir am Sonntagabend in den Minuten nach dem Spielende mit ansehen mussten, macht uns fassungslos. Dies war die zweite Entgleisung innerhalb von zwei Wochen. Wir sagen in aller Deutlichkeit: Rot-Weiss Essen ist gegen jede Form der Gewalt! Daher empfinden wir es als eine positive Nachricht, dass unseren Informationen zufolge noch im Stadion zwei Personen festgesetzt wurden, die an den Vorfällen beteiligt gewesen sein sollen und gegen die nun ermittelt wird. Wir werden mit allen juristischen Mitteln und in aller Konsequenz im Rahmen unserer Möglichkeiten gegen diese Personen vorgehen. Sollte es die zu erwartende Geldstrafe geben, werden wir entsprechende Regressforderungen prüfen. Wir sind darüber sehr traurig, dass Ordner und offenkundig unbeteiligte Zuschauer auf der Tribüne in Mitleidenschaft gezogen wurden und dass auch ein Mitarbeiter von Rot-Weiss Essen grundlos geschlagen und getreten wurde. Wir sind mit ihm im Austausch über seinen Gesundheitszustand. Auch beim VfL Osnabrück haben wir uns selbstverständlich schnellstmöglich danach erkundigt, wie es Zuschauern und Ordnungsdienstmitarbeitern gesundheitlich geht“, so das Statement des RWE-Vorstandes.
Auslöser der Aktion soll ein rabiates Vorgehen des Ordnungsdienstes gegen RWE-Fans im Sitzplatzbereich gewesen sein, weshalb die RWE-Ultras offenbar einschreiten wollten. In Block K gerieten gegen Ende der zweiten Halbzeit RWE- und VfL-Fans aneinander, der Ordnungsdienst schritt ein und übergab Personen an die Polizei. Zwei RWE-Fans sollen daraufhin im Stehplatzbereich des Gästeblocks das Tor zum Innenraum geöffnet haben, so dass sich etwa 30 Personen auf in Richtung Block K machten. Die Polizei marschierte im Gästeblock auf und drängte die RWE-Fans zurück in den Block. (Faszination Fankurve, 17.12.2024)
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