Die Ultras Gelsenkirchen unterstützen die Genossenschaftsgründung beim FC Schalke 04

Faszination Fankurve 07.02.2025 0 Kommentare

Foto: Faszination Fankurve

Um neues Kapital zu generieren, hat der FC Schalke 04 die Fördergenossenschaft „Auf Schalke eG“ gegründet. Hier können Vereinsmitglieder Stadionanteile zum Preis von 250 Euro pro Genossenschaftsanteil erwerben. Mit dem eingesammelten Kapital soll die Fördergenossenschaft dem Verein einen Teil der eigenen Stadionanteile abkaufen. „So sollen die Fördergenossen zu Stadionbesitzern werden“, heißt es in der Mitteilung des Vereins.

Der FC Schalke 04 ist bis heute ein eingetragener Verein, der seine Profiabteilung nicht aus dem Stammverein ausgegliedert hat. Auch auf externe Investoren verzichten die Knappen bis heute. Das Genossenschaftsmodell soll nun helfen, frisches Geld zu generieren. Schließlich drücken den Verein Verbindlichkeiten von rund 162 Millionen Euro und ein negatives Eigenkapital von weiteren 100 Millionen Euro.

Insgesamt stehen 190.400 Genossenschaftsanteile zum Verkauf. Sollten alle Anteile gezeichnet werden, würde das den Schalkern knapp 50 Millionen Euro einbringen.

Mit diesem Geld, so teilte der Verein mit, sollen „weitere Stadionanteile, die sich im Besitz Dritter – zum Beispiel der Stadt Gelsenkirchen oder von Privatpersonen – befinden, zurückgekauft werden“. Außerdem kann der e.V. teure Darlehen ablösen, um die Zins- und Tilgungszahlungen deutlich zu reduzieren“, so der Verein.

Die Ultras Gelsenkirchen unterstützen ihren Verein bei diesem Vorhaben und haben angekündigt, selbst Genossenschaftsanteile zu erwerben. In ihrem Kurvenflyer, dem Blauen Brief, äußerten sie sich zum Spiel gegen den 1. FC Magdeburg (01.02.2025) wie folgt:

[grau]“Egal wie nostalgisch man auf frühere Zeiten schaut: Fakt ist, ohne Geld funktioniert es im Profifußball nicht. Fakt ist, wir wollen auf Schalke Herr im eigenen Haus und selbstbestimmt bleiben. Fakt ist aber auch, dass die 250 Euro pro Anteil mit Sicherheit keine Investition sind, um daraus großen Profit zu generieren, sondern vielmehr eine ideelle Sache darstellen. Wer es sich leisten kann, sollte das Projekt in unseren Augen daher im Rahmen seiner Möglichkeiten unterstützen und einen oder auch mehrere Anteile zeichnen. (…) Neben den Zeichnungen von Einzelpersonen, haben wir uns als Ultras Gelsenkirchen dazu entschlossen, die Möglichkeit als Fanclub beziehungsweise juristische Person zu zeichnen, ebenfalls zu nutzen. Damit wollen wir unseren Teil dazu beitragen, eine Antwort auf die aktuellen finanziellen Probleme des Vereins zu liefern. Mit der Hoffnung, die Rahmenbedingungen zu schaffen, um in Zukunft ein nachhaltiges, stabiles und gesundes Fundament aufzubauen, damit auf Schalke wieder langfristig erfolgreicher Fußball gespielt werden kann.“

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