38 Jahre Sconvolts Cagliari

Faszination Fankurve 11.02.2025 0 Kommentare

Foto: Faszination Fankurve

Am vergangenen Wochenende feierten die Sconvolts ihren 38. Geburtstag. Das Besondere daran: Sie feierten ihn mit einer Choreo – eine sehr seltene Sache. Außerdem hingen viele kleine Zaunfahnen (SV’ler, Verstorbene, …), auch das ist heutzutage eher selten in Cagliari.

https://www.youtube.com/watch?app=desktop&v=E7WPINLdOgo

Die am 6. Februar gegründeten Sconvolts gehören neben den I Furiosi zu den bekanntesten Ultragruppen Cagliaris. Ihr Name leitet sich vom Wort sconvolto ab, was so viel wie „schockiert“ oder „verwirrt“ bedeutet. Sie wurden 1985 zunächst als Untergruppe der Ultras Curva Nord und Eagles gegründet. Die Sconvolts bezeichnen sich selbst als „duro e puro“. Ihr Slogan „Essere ultras esserlo nella mente“ („Ultras sein ist eine Frage der Einstellung“) ist landesweit bekannt. Sie sind auch berühmt für ihre Hingabe und Leidenschaft, insbesondere während der Auswärtsfahrten, was ihnen das Attribut „pochi ma buoni“ („wenige, aber gut“) eingebracht hat. Das lag vor allem an der Geographie. Die Fahrt von Cagliari nach Civitavecchia (90 km von Rom entfernt) dauert beispielsweise 13 Stunden, ohne die Fahrt auf dem Festland mitzuzählen. Ihre unerschütterliche Unterstützung für I Rossoblu hat ihnen in ganz Italien Respekt eingebracht. Bis in die 90er hatte man eine Freundschaft zu den Ultras von Sampdoria. Für Unstimmigkeiten sorgte derweil die Gruppenfreundschaft der I Furiosi (bekannt durch den Verlust der Zaunfahne an die Milanisti) mit den Veronesern. Dies führte zu großen Spannungen zwischen den beiden Cagliari-Gruppen. Ein Angriff von Mitgliedern der I Furiosi und Ultras aus Verona auf die Sconvolts hatte dann schwerwiegende Folgen: 2003 reisten die Sconvolts nach Verona und gelangten unerkannt hinter die Curva Sud. Es kam zu Schlägereien mit den Veronesern, zwei Polizisten mussten ins Krankenhaus, 33 Sconvolts wurden festgenommen. Die Furiosi lösten sich noch im selben Jahr auf, nachdem sie ein zweites Mal ihre Fahne verloren hatten – diesmal an die Anconetani.

https://www.youtube.com/watch?app=desktop&v=Xzy3Zj6Jybg

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