Seit Wochen ist das Rostocker Ostseestadion ausverkauft. 26.000 Zuschauer (darunter 2.600 Gästefans) durften heute beim Aufeinandertreffen beider Rivalen live mit dabei sein.
An Pyro unterschiedlicher Art und Verwendung mangelte es heute nicht. Schon bei der Erwärmung der Mannschaften flog eine Leuchtspur aus dem Block 9a in Richtung Gästespieler. Der Anpfiff verzögerte sich um wenige Minuten aufgrund der optischen Aktion auf der Südtribüne. „FÜR IMMER NUR HANSA“ stand auf einem großen Transparent vor der Südtribüne geschrieben, dessen Hintergrund die Farbkombination blau-weiß-rot-weiß-blau besaß. In eben jener Farbkombi zog parallel dahinter massig Rauch gen Tribünendach hoch.

Mittlerweile war auch der Gästeblock vollständig und flaggte einige Zaunfahnen außerhalb der Plexiglasscheiben an. Darunter eine der Zwickauer Freunde sowie eine neue „Sachsenpower“-Zaunfahne, die in Richtung Südtribüne hing. Eine große Schwenkfahne war außerdem noch im Gepäck der Ultras Dynamo, ansonsten verzichtete man auf weitere optische Stilmittel. Dem Aufruf in schwarzer Kleidung zu erscheinen, folgte nahezu jeder Gästefan.

Bereits in der 11. Spielminute fiel das erste und zugleich einzige Tor des Tages. Nils Fröling erzielte für Hansa Rostock die Führung. Begleitet war das Geschehen auf dem Rasen von einigen Rudelbildungen und Schubsereien zwischen Teilen beider Mannschaften.
Nicht nur zwischen den Mannschaften ging es hitzig zu. Ende der Halbzeit versuchten Fans beider Lager an unterschiedlichsten Punkten den direkten Kontakt. Dabei stürmten einige Polizisten in den Pufferbereich zwischen Südtribüne und Gästeblock und versuchten die „Sachsenpower“ Zaunfahne vom Zaun zu entfernen. Eine Plexiglasbegrenzung ging im Zuge dessen kaputt. Die Dynamofans reagierten jedoch schnell und konnten die Fahne zurück in den Block holen.
Nun startete jedenfalls ein beidseitiger Austausch von Pyrotechnik verschiedenster Art, der sich über einige Zeit zog und eine fast 30-minütige Spielunterbrechung mit sich brachte. Vor allem von der Südtribüne flogen allerhand Sachen in Richtung Gästeblock. Aus dem Block 9a stürmte auch ein großer vermummter Mob über die Tribüne zu den Dynamofans. Zu einem direkten Aufeinandertreffen ist es im Stadion jedoch nicht gekommen.

Nach etwa 30 Minuten wurde weitergespielt, der Gästeblock aber behielt die Zaunfahnen nach der Unterbrechung in den Taschen. Das Spruchband der Dresdner, „Der K-Block grüßt Fan Club Handarbeit“, sei noch zu erwähnen. Das H von Handarbeit war ein durchgestrichenes Hooliganzeichen der Rostocker.
Weitere Infos zu diesem Spiel erfahrt ihr bald im 45°-Kurvenheft.
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