Auf dem Kunstrasenplatz des Albert-Kuntz-Sportparks in Nordhausen kam es am gestrigen Sonntag (02.03.2025) zu einem Spiel in der sechsten Liga mit zwei Fanszenen. Der FSV Wacker Nordhausen traf auf den SC 1903 Weimar. Nachdem es beim Auswärtsspiel in der Vorwoche in Heiligenstadt nach dem Spiel zu Auseinandersetzungen mit provozierenden Heimfans kam, distanzierte sich der Verein in einem Statement deutlich von seiner aktiven Fanszene. Diese fordern nun den Rücktritt der Vereinsoberen. So wurden die ersten 20 Minuten nicht gesungen und mehrere Spruchbänder gezeigt. Nach lauten „Vorstand raus“-Rufen starteten die Ultras Nordhausen mit melodischen Gesängen in das Spiel und konnten nun auch die Stimmungshoheit an sich reißen.

Die Gegengerade Weimar um die Kulturstadtmafia reiste mit einem Bus nach Nordhausen. Am provisorisch mit Bauzäunen errichteten Gästeblock hing über der Weimar-Fahne neben der Zaunfahne der Kulturstadtmafia eine der Freunde vom Brandenburger SC Süd. Die ca. 30 bis 40 Gäste setzten ebenfalls auf melodisches Liedgut. Die Gesänge wurden hierbei sehr lange, mit viel Bewegung und zum Teil auch einer eigenen Note getragen.

Die deutliche Niederlage auf dem Platz sorgte hingegen nicht für Resignation im provisorischen Gästeblock des Nebenplatzes. Tabellarisch bleibt man damit auf einem Abstiegsplatz. Sollte Weimar sportlich das Runder noch herumreißen können, findet das kommende Aufeinandertreffen in Nordhausen dann auch wieder im Stadion statt. Dieses wird derzeit für insgesamt zehn Millionen Euro umfassend saniert und soll in den nächsten Wochen fertiggestellt werden.
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