Stellungnahme der Blau-Gelben Hilfe zu den polizeilichen Maßnahmen rund um den Braunschweiger Karnevalsumzug

Faszination Fankurve 04.03.2025 0 Kommentare

Foto: Faszination Fankurve

Kommenden Sonntag (09.03.2025) treffen im Niedersachsenstadion Hannover 96 und die BTSV Eintracht aufeinander. Die Reduzierung der Anzahl an Gästetickets auf 60 % der gewöhnlichen Kapazität sorgt dafür, dass die aktive Fanszene aus Braunschweig dem Spiel fernbleiben wird, wie Faszination Fankurve berichtete.

Unterschiedlichste Protestaktionen folgten. So auch vergangenen Sonntag (02.03.2025) im Rahmen des Braunschweiger Karnevalsumzug (Schoduvel). Die Beteiligung von Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens (federführend an der Reduzierung der Gästekarten beteiligt) rief Fans zur Stelle, welche ihren Unmut mit einer kreativen Aktion kundtat. So gab es Leute mit „Behrens-Masken“ und  „Sprechblasen“, die schon auf der Demo „Gegen Gästefaneinschränkungen – Fankultur unverhandelbar!“ am 27.02.2025 verwendet wurden. Die in der Nacht zu vor veränderten „Wahlplakate“ waren größtenteils von der Polizei im Vorfeld abgemacht worden. Im Anschluss daran ereignete sich allerdings eine polizeiliche Maßnahme. Die Blau-Gelbe Hilfe veröffentlichte hierzu eine Stellungnahme.

Faszination Fankurve dokumentiert die Stellungnahme der Blau-Gelben Hilfe:

[grau]STELLUNGNAHME DER BLAU-GELBEN HILFE ZU DEN POLIZEILICHEN MASSNAHMEN RUND UM DEN SCHODUVEL AM 2. MÄRZ 2025

Der Karneval ist bekanntlich auch die Zeit, in der die Obrigkeit kritisiert und „auf die Schippe genommen“ wird. Sehr dünnhäutig reagierte jedoch gestern die Polizei, als Landesinnenministerin Daniela Behrens (SPD), die zusammen mit Oberbürgermeister Dr. Thorsten Kornblum (SPD) auf einem Wagen mitfuhr und sich somit den Teilnehmern des Schoduvels präsentierte, angeblich beleidigt worden sei.

Eine Gruppe von ca. 25 Personen wurde am Friedrich-Wilhelm-Platz festgesetzt. Nach Feststellung der Personalien und Identifikation der mutmaßlichen Täter ließ man die Personen nicht etwa wieder gehen, sondern hielt die Gruppe insgesamt eine Stunde lang fest.

Die Blau-Gelbe Hilfe kritisiert diese übertriebene Maßnahme scharf. Personen des öffentlichen Interesses – insbesondere Politiker – sind stets einer kritischen Betrachtung seitens der Bevölkerung ausgesetzt. Dies gehört zu einem solchen öffentlichen Amt dazu. Mit dieser Aktion wurde jedoch wieder mit Kanonen auf Spatzen geschossen, was aus Sicht der Blau-Gelben Hilfe auf mangelndes demokratisches Verständnis – Stichwort Meinungsfreiheit – hindeutet. Es drängt sich der Verdacht auf, dass mit dieser Maßnahme jegliche Kritik an den Entscheidungen von Ministerin Behrens im Hinblick auf das Derby – erzwungene Reduzierung des Gästefankontingents um 40 Prozent – erstickt werden sollte.

Die Blau-Gelbe Hilfe ruft alle Personen, die von dieser freiheitsentziehenden Maßnahme betroffen waren, auf, sich per E-Mail oder persönlich am Spieltag zu melden.

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