Abgeänderte Ankündigung, Choreos, gemeinsame Spruchbandaktion – Impressionen von Lok Leipzig gegen Carl Zeiss Jena

Faszination Fankurve 12.03.2025 0 Kommentare

Foto: Faszination Fankurve

In der Regionalliga Nordost kam es vergangenen Sonntag (09.03.2025) zur Partie zwischen Lok Leipzig und dem FC Carl Zeiss Jena. Wie Faszination Fankurve berichtete, kündigte die Horda Azzuro vorab einen gemeinsamen Autokorso zum Völkerschlachtdenkmal an. Im Anschluss sollte dann ein Marsch aller Gästefans zum Bruno-Plache-Stadion stattfinden.

Aufgrund polizeilicher Einschränkungen änderte sich jedoch wenige Tage vor dem Spiel die Ankündigung der Horda Azzuro. Der Sammeltreffpunkt am Rastplatz Osterfeld blieb bestehen, verschob sich jedoch um eine halbe Stunde nach hinten und als neues Ziel wurde der vorgeschriebene Gästeparkplatz nahe des BPS auserkoren.

Außerdem rief die Horda Azzuro nun auf, auch ohne Karte nach Leipzig zu fahren. Die 1.200 zur Verfügung gestellten Tickets waren schnell vergriffen. Im Gästebereich des BPS passen jedoch deutlich mehr Fans rein, wie z.B. am 02.12.2024, als der FC Rot-Weiß Erfurt mit 1.600 Fans zum Gastspiel bei Lok anreiste.

Eine locker dreistellige Anzahl an mit FCC-Fans gefüllten Autos fand sich am Treffpunkt ein und fuhr gemeinsam weiter nach Leipzig. Die Polizei rechnete derweil scheinbar immer noch mit einer versuchten Anreise zum Völkerschlachtdenkmal seitens der FCC-Fans. Wasserwerfer, Absperrgitter sowie einige Polizeiwannen standen am Völkerschlachtdenkmal bereit. Autobahn- und Bundesstraßenabfahrten wurden gesperrt. Zusätzlich waren Helikopter und Drohnen der Polizei im Einsatz.

Insgesamt 7.611 Zuschauer waren im Bruno-Plache-Stadion live zugegen. Der mit Abstand höchste Wert an Zuschauer im deutschen Amateurfußball an diesem Wochenende. Eingeleitet wurde das Spiel auf beiden Seiten mit optischen Aktionen.

In der proppevollen Fankurve 1966 sah man eine Choreo unter dem Motto „gemeinsam eskalieren“. Ponchos und Rauch in den Farben blau und gelb bildeten hinter dem Spruchband den Rahmen.

Auf Seiten der Thüringer gab es ein üppiges Fahnen-Meer zu erblicken sowie das Spruchband „Das hat Leipzig noch nicht geseh’n – Lasst die Flaggen weh’n!“.

Während des Spiels fand eine gemeinsame Spruchband-Aktion beider Szenen statt. „Wenn Rivalen sich einig sind, gibt es kein zurück:“ stand in der Heimkurve geschrieben (von Fanszene Lok & Blue Side Lok unterzeichnet) und wurde im Gästeblock mit der Tapete „Verbandsstrafen abschaffen und NOFV radikal verändern“ komplettiert.

Zwei kleine Überhänger über der Horda Azzuro Fahne unterstrichen die Forderung zusätzlich.

Im Gästeblock waren der Zaunbeflaggung sowie Schalparade zur Folge einige Freunde des FC Bayern München sowie vom FSV Frankfurt zugegen. Die Heimseite wiederum wurde von Halle zahlreich unterstützt. Hier war ebenfalls eine Zaunfahne der Freunde am Zaun zu sehen.

Auf dem Rasen ebnet Lok mit dem 2:0 Heimsieg den Weg weiter in Richtung Relegation um den Aufstieg in Liga 3. Mittlerweile hat Lok 11 Punkte Vorsprung auf den Zweitplatzierten aus Halle. Bekanntlich gibt es 5 Regionalligen, aber nur insgesamt 4 Aufsteiger in den Profifußball. So müssen zwei Meister am Ende jeder Saison in zwei Relegationsspielen gegeinander um den Aufstieg kämpfen. In diesem Jahr betrifft das die Meister der Regionalliga Nordost und Nord. Aktuell ist das der TSV Havelse mit 13 Punkten Vorsprung nach 24 Spieltagen. Die Lok-Fans kritisierten jedenfalls während des Spiels mit einer Tapete diese Thematik, insbesondere die Tatsache, dass Bayern als einziges Bundesland über eine eigene Regionalliga Staffel verfügt.

(Faszination Fankurve, 12.03.2025)

Mehr zu dem Spiel in einem demnächst erscheinenden 45° Kurvenheft.

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