„Niedersachsens größte Stande: D. Behrens und ihre Bullenbande!“ stand kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit in der Braunschweiger Südkurve zu lesen. Dazu hallten „Behrens raus“-Rufe durch das Stadion. Wie Faszination Fankurve berichtete, wurde das Derby letzte Woche auf Grund des reduzierten Gästekontingentes von großen Protesten begleitet. Die aktive Szene von 96 sorgte für mehrere Spielunterbrechungen, während die Braunschweiger Ultràszene das Spiel boykottierte. Auch unter der Woche war das Spiel weiter Thema. Innenministerin Behrens und die Bürgermeister äußerten sich kritisch und sahen eine Grenze überschritten. U.a. wurde D. Behrens im Fadenkreuz präsentiert. Die Fanhilfe Hannover kritisierte wiederrum die Stellungnahme der Polizei, und das von Hannover 96 kurzfristig geänderte Einlassprozedere.
Auch im Gästeblock wurde heute per Spruchband protestiert. Im Mittelpunkt der Kritik stand Eventim bzw. die hohen Ticketpreise und das Prozedere des Vermarkters – und damit übte man letztlich auch Kritik am eigenen Verein, der ebenfalls Eventim nutzt. So erhebt Hertha einen Aufschlag von einem Euro für Auswärtsspiele, plus die 10 %, die Eventim aufschlägt und auf den Preis umgelegt werden, waren es damit über 20,- Euro. „Schluss mit Zuschlägen, Extra-Gebühren und unverschämten Ticketpreisen“ war auf einem der 5 Spruchbänder zu lesen. Bereits in Nürnberg gab es letztes Jahr Spruchbänder zu dieser Thematik.
Sportlich schoss sich die Hertha mit einem 5:1 Sieg den Frust der letzten Wochen von der Seele. Unter dem neuen Trainer Stefan Leitl gelang beendete man damit die Negativserie. Eintracht Braunschweig bleibt mit der Niederlage derweil auf einem Relegationsplatz. (Faszination Fankurve, 16.03.2025)
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