Wie von Faszination Fankurve berichtet, durchsuchte die Bundespolizei am 11.03.2025 mehrere Wohnungen in Nordrhein-Westfalen, Mecklenburg-Vorpommern, Berlin und Brandenburg. Grund war der Angriff auf den Essener Sonderzug am 26.10.2024. Wie sich nun herausstellte, waren darunter auch die Wohnung des 1. Vorsitzenden der Fan- und Förderabteilung von Rot-Weiss Essen, die offizielle Adresse, wo die Abteilung gemeldet ist sowie das Essener Fanprojekt. Unter dem Titel: „Fußballfans sind keine Verbrecher.“ wehrt sich nun die FFA mit einer Stellungnahme.
Faszination Fankurve dokumentiert die Stellungnahme der Fan- und Förderabteilung von Rot-Weiss Essen
[grau]Fußballfans sind keine Verbrecher. Die Fan- und Förderabteilung von Rot-Weiss Essen wehrt sich gegen die Hausdurchsuchungen der Bundespolizei
Im Zusammenhang mit den Hausdurchsuchungen der Bundespolizei und der Staatsanwaltschaft Neuruppin wurden auch bei der FFA Hausdurchsuchungen durchgeführt. Getroffen hat es unseren ersten Vorsitzenden und unsere – nicht existenten – Räumlichkeiten unter unserer offiziellen Adresse an der Hafenstraße 97a.
Manfred Villwock, 1. Vorsitzender der Fan- und Förderabteilung: “Wir sind schockiert und fassungslos. Ehrenamtliche Fanarbeit wird durch diese Aktion gleichgesetzt mit Gewalttätern und ohne Sinn und Verstand kriminalisiert.”
“Bis in den Januar hinein gab es ja Kontakt zwischen FFA und Ermittlungsbehörden. Im Zuge dieses Austausches hatte die FFA, trotz starker datenschutzrechtlicher Bedenken, die ihr bekannten Namen an die Ermittlungsbehörden weitergeleitet. Uns ist unerklärlich, wie wir jetzt als Kriminelle behandelt werden.”
Jost Peter, Sprecher der Fan- und Förderabteilung: “Die Fan- und Förderabteilung von Rot-Weiss Essen verwehrt sich dagegen als engagierte Vereinsmitglieder kriminalisiert zu werden und mit Gewalttätern gleich gesetzt zu werden.”
“Die Hausdurchsuchungen zeigen uns an mehreren Stellen, dass dort Behörden agieren, die nichts, aber auch gar nichts über Fanarbeit im Fußball wissen und die daran auch kein großes Interesse zu haben scheinen.
Dass die FFA keine Räumlichkeiten im Stadion Essen besitzt, hätte eine einfache Nachfrage beim Verein oder gegebenenfalls bei den SKBs (Szenekundigen Beamten der Polizei) einfach zu Tage gefördert.”
Das ebenfalls von einer Durchsuchungsanordnung betroffene Fanprojekt der AWO hatte rein gar nichts mit der Organisation des Sonderzugs nach Rostock zu tun. Auch das wäre leicht zu eruieren gewesen.
Augenscheinlich ist die Bundespolizei wohl leider nicht in der Lage, soziale oder ehrenamtliche Fanarbeit von Fans im Allgemeinen und im speziellen Fall von Gewalttätern zu unterscheiden. Das wirft leider auch ein bezeichnendes Licht auf die Qualität der Ermittlungen.
Jost Peter dazu weiter: “Wir fordern von den Ermittlungsbehörden, öffentlich klarzustellen, dass die FFA nicht zu den Beschuldigten zählt. Wir fordern ebenso eine Erklärung, wie unsere Mithilfe zur Aufklärung von Straftaten mit Hausdurchsuchungen beantwortet werden kann.”
Die Fan- und Förderabteilung von Rot-Weiss Essen ist eindeutig auf der Seite der Geschädigten. Erst recht dann, wenn sich der Verdacht der Behörden, der Angriff auf unseren Sonderzug sei abgesprochen und bewusst herbeigeführt, bestätigen sollte.
Unsere mühevolle und ehrenamtliche Arbeit, einen Sonderzug für alle RWE-Fans auf die Beine zu stellen, wird so nicht nur durch die Hausdurchsuchungen missachtet, sondern auch durch die “Helden” im Zug, die offensichtlich ihr eigenen Interessen über Verein und Fans stellen.
Ehrenamtliche Fanarbeit ist nicht Teil des Problems, sondern Teil der Lösung.
Fan- und Förderabteilung Rot-Weiss Essen e.V. am 16.März 2025
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