Gestern (04.04.2025) kam es im Rahmen des 28. Spieltag der Regionalliga Nordost zum brisanten Duell zwischen den Clubs aus Jena und Halle. Das Spiel wurde überschattet vom Angriff der HFC-Anhänger auf die Südkurve zur Halbzeitpause. Es kam zu handfesten Auseinandersetzungen und wilden Szenarien im Innenraum. Deshalb wurde erst eine Stunde nach dem Halbzeitpfiff die Partie fortgesetzt. Faszination Fankurve blickt zurück auf das Duell beider Rivalen.
10.257 Zuschauer (darunter 1.050 Gästefans) waren im Ernst-Abbe-Sportfeld zugegen. Wie Faszination Fankurve berichtete, mobilisierte Horda Azzuro vorab für einen gemeinsamen Marsch zum Stadion. An diesem beteiligten sich mehrere Hundert FCC-Fans.
Zu Spielbeginn leuchtete es in beiden Fanblöcken auf. Während es in der Südkurve vereinzelte Pyrotechnik war, die den Support untermalte, agierten die Bengalen im Gästeblock als Teil der Choreo anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Sektion Weißenfels.
Zu Beginn der Halbzeit entfernten Gästefans einen Teil des Zauns und stürmten zahlreich über den Innenraum in Richtung Südkurve. Einige Ordner sowie Absperrgitter wurden beiseitegeschoben oder konnten der Entschlossenheit der Angreifer nicht viel entgegensetzen. Es folgte eine handfeste Auseinandersetzung mit Ordner und sich nun ebenfalls im Innenraum befindlichen FCC-Fans. Sowohl aus der Südkurve, als auch von der Haupttribüne sprangen nun Heimfans in den Innenraum. Die Polizei benötigte etwas Zeit, ehe sie am Ort des Geschehens auftauchte und mit Pfefferspray und körperlicher Gewalt die aufgebrachten Fans wieder auf die Ränge trieb. Dabei holten nun auch einige Ordner zum Gegenschlag aus und attackierten Gästefans mit mehreren Faustschlägen. Weiter flogen auch Wurfgeschosse und Pyrotechnik durch die Luft.



Nach etwa einer Stunde entschieden sich die Verantwortlichen dafür, das Spiel fortzusetzen. Mittlerweile war das fehlende Zaunelement mit einer temporären Alternative versehen. Es herrschte weiterhin eine angespannte Stimmung im Ernst-Abbe-Sportfeld. Ein Teil der Gästefans machte sich noch an den sanitären Anlagen zu schaffen und zündete Dixi-Toiletten an..jpg)
Während die Hallenser Freunde (und zugleich Jenaer Erzrivalen) aus Erfurt parallel in Berlin bei Hertha Zehlendorf gastierten, waren einige Anhänger von Lok Leipzig inklusive Zaunfahne (Fanszene Lokomotive) im Gästeblock zugegen. Für die Blau-Gelben steht am Sonntag selbst noch das eigene Derby bei Chemie Leipzig an.
Auf dem Rasen stand es bereits nach 24 gespielten Minuten 2:0 für den Carl Zeiss Jena. Daran änderte sich bis nach Abpfiff nichts mehr. Dieser ereignete sich aufgrund der späten Anstoßzeit (20:20 aufgrund der TV-Ausstrahlung) sowie der langen Spielunterbrechung erst nach 23:00.
Im Nachgang der Partie berichtete der MDR, dass die Stadt Jena nach Krawallen bei mehreren Heimspielen nun das Ernst-Abbe-Sportfeld als nicht ausreichend in Sachen Sicherheit für die dritte Liga bewertet wird. Auch wenn die Ausschreitungen gegen Erfurt, Chemie Leipzig und nun gegen Halle allesamt die Gästefans anzettelten. Bis zur Änderung dieser Entscheidung würde der FCC somit in Falle eines Aufstiegs ohne eigene Spielstätte dastehen.
(Faszination Fankurve, 05.04.2025)
Mehr zu dem Spiel gibt´s in einer kommenden Ausgabe des 45Grad-Kurvenheft!
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