Rapid Wien in Stockholm – Sieg im Conference League Viertelfinal-Hinspiel bei Djurgårdens IF, begleitet von unterschiedlichen Fan-Aktion und angespannter Stimmung aufgrund von Kontakten zwischen Rapid und Hammarby

Faszination Fankurve 11.04.2025 0 Kommentare

Foto: Faszination Fankurve

Im Rahmen der Conference League Viertelfinal-Spiele trafen Djurgårdens IF und Rapid Wien aufeinander. Neben der sportlichen Bedeutung bringen die jahrelangen Kontakte der Rapid-Fans zum Stockholmer Stadtrivalen Hammarby IF zusätzliche Brisanz in die Partie. Derweil versuchte die schwedische Polizei mit repressiven Maßnahmen die Fans weiter einzuschränken. Faszination Fankurve blickt zurück auf das Hinspiel zwischen Djurgården und Rapid.

Nachdem Rapid Wien in der Vorrunde Borac Banja Luka aus dem Turnier kegelte, wartete nun Djurgården IF im Viertelfinale auf die Grün-Weißen. Das Hinspiel ereignete sich am 10. April in Stockholm.

Über 1.500 Gästefans im Gästeblock sowie nochmal etwa 200-300 weitere Rapidler im Heimbereich waren unter den insgesamt 23.531 Zuschauern zugegen. Darunter auch eine untere dreistellige Anzahl an befreundeten Hammarby-Fans, zu denen Teile der Szene seit einigen Jahren gute Kontakte pflegt.

Zwar verbot die schwedische Polizei vorab sämtliches Material mit Hammarby-Bezug, dennoch schafften es unterschiedliche Freundschaftsbekundungen ins Stadion. So hing u.a. bei Lords Rapid eine Freundschaftsfahne.

Schon zuvor griff die Polizei mehrmals gegen Gästefans wegen vermeidlichen Vermummungsgegenstände ein. Außerdem war ein Corteo verboten. Selbst beim kurzen Marsch von der U-Bahnstation bis zum Gästeblock gab es Ärger.

Die Choreo der Gästefans war ebenfalls eine Anspielung an die grün-weißen Stockholmer Freunde. Neben dem provokanten Spruch „Stockholm in grün-weißer Hand“ war eine Fahne auf dem Transparent abgebildet, die sehr dem Vereinslogo von Hammarby IF ähnelte.

Seit 2013 teilen sich Djurgården und Hammarby das gleiche Stadion. Somit fanden sich heute viele Hammarby-Fans im Gästeblock ihrer aktuellen Spielstätte ein. Die ehemalige Spielstätte, das von den Fans geliebte Söderstadion, befindet sich nur wenige 100 Meter vom Neubau entfernt.

Auch die Heimfans starteten in das Spiel mit einer Choreo. Hier stand die Aktion unter dem Motto „Djurgården Stockholm“. Zusätzlich wurde über beide Ränge der Kurve ein MODS-Logo dargestellt.

Wie Faszination Fankurve berichtete, verwendet die Sofialäktaren (Name der Fankurve) seit kurz Trommel zur Koordinierung der Gesänge. Außerdem pflegen Ultras von Djurgården und dem VfL Osnabrück seit einigen Jahren gute Kontakte zueinander.

Die Gästefans bekamen heute nicht nur Unterstützung von Hammarby, sondern auch vom EHC Kloten (bei Lords & Green Lions).

Auf dem Rasen ging Rapid durch ein Eigentor in der 62. Spielminute in Führung und konnte dieses Ergebnis bis zum Ende halten. Somit stehen die Zeichen vor dem Rückspiel (17.04.) gut, ins Halbfinale einzuziehen.

Für Rapid ist es die erste Viertelfinal-Teilnahme eines internationalen Wettbewerbs seit 1996. Damals erreichte man nicht nur das Viertelfinale im Europapokal der Pokalsieger, sondern erreichte das Finale, wo man gegen PSG allerdings verlor.

1996 gastierte man ebenfalls im Viertelfinalhinspiel zuerst auswärts (bei Dynamo Moscow) und siegte mit 1:0. Somit ähnlich zur aktuellen Ausgangslage. Viele Grün-Weiße erhoffen sich also nicht nur das Erreichen des Halbfinales, sondern träumen gar vom nächsten internationalen Titel.

Am 28.05. wird im polnischen Wroclaw das Finale der Conference League ausgetragen. Sowohl vom Finalspiel als auch vom Rückspiel kommenden Donnerstag in Wien wird Faszination Fankurve berichten.

(Faszination Fankurve, 11.04.2025)

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