Impressionen vom 345. Wiener Derby zwischen Rapid und Austria sowie grün-weiße Stichelei bei Stockholmer Derby

Faszination Fankurve 15.04.2025 0 Kommentare

Foto: Faszination Fankurve

(Update, 10:00 17.04.) Nach dem erfolgreichen Viertelfinal-Hinspiel am Donnerstag in der Conference League bei Djurgårdens IF, stand am Sonntag das Derby daheim gegen FK Austria Wien an. Auf den Rängen unter keinen normalen Voraussetzungen, ist es das zweite von vier Derbys, bei denen aufgrund der Ausschreitungen im September 2024 der Gästeblock geschlossen bleibt. Faszination Fankurve resümiert das 345. Wiener Derby und wirft außerdem einen Blick auf das Derby in der schwedischen Hauptstadt zwischen Djurgårdens IF und Hammarby, wo seitens der Grün-Weißen eine Stichelei mit Rapid-Bezug erfolgte.

Wie Faszination Fankurve berichtete, entschieden sich die beiden großen Wiener Vereine nach den Ausschreitungen beim Wiener Derby im September 2024 dazu, für vier Derby den jeweiligen Gästeblock geschlossen zu halten.

Im Februar ereignete sich das erste von vier Derbys ohne Gästefans. Nun stand das erste Derby im Weststadion an. 22.669 Zuschauer waren live zugegen. Der Gästebereich blieb wie geplant geschlossen.

Auf Heimseite hing deshalb heute dauerhaft ein großes Spruchband und verdeckte die gewöhnlichen Zaunfahnen. „Gegen Kollektivstrafen – Stoppt Sektorsperren und Gästefanverbote!“, stand das gesamte Spiel vor Block West geschrieben.

Die Fans von Austria Wien starteten in das Derbywochenende mit einem Aufruf zum Besuch des Abschlusstrainings ihrer Mannschaft.  Dies war trotz der kurzen Zeit nach der Aussendung relativ gut besucht.

Am Sonntag-Vormittag hat man in Wien und kleinen Teilen Niederösterreichs mit Spruchbändern auf Brücken, beim Auswärtssektor des Rapid Stadions und vor der Bundesligazentrale („Wenn die Polizei versagt, werden Fans bestraft“ Spruchband) auf die Situation aufmerksam gemacht und so das Stadtbild geprägt. Am Spieltag traf sich die Ultraszene vor dem Heimsektor und marschierte in Form eines demoähnlichen Marsches durch den Heimatbezirk der Austria, um nochmals in der Öffentlichkeit Aufmerksamkeit zu erlangen. Bis zu einer Lokalität, wo das Spiel dann gemeinsam geschaut wurde.

Trotz dieser Motivation verlor ihre Mannschaft das 345. Derby mit 2:0. Durch diese Niederlage rutscht Austria Wien nun auf Tabellenplatz 2. Sturm Graz konnte parallel bei Red Bull Salzburg drei Punkte einfahren und ergatterte sich somit die Tabellenspitze. Für Rapid Wien war es derweil der dritte Heimsieg gegen Austria Wien in Folge.

Block West positionierte sich während des Spiels mit weiterem Spruchband gegen die Entscheidung der Vereinsführungen über die geschlossenen Gästesektoren: „SK Rapid GmbH & FK Austria Wien AG – in den Farben getrennt, bei Kollektivstrafen vereint“ stand darauf geschrieben und wurde von „Wir sind Rapid und wer seid ihr?“-Gesängen untermalt.

Außerdem zeigten Tornados Rapid ein Spruchband, das sich u.a. gegen jeweils einen Polizisten aus Hartberg und Wien richtete und im Polizeisprech formuliert war.

Die Ultras Rapid gedachten zudem dem verstorbenen Fan des 1. FC Nürnberg, Adrian Fiedler, der 2014 bei einem Verkehrsunfall fiel zu früh aus dem Leben schied.

Interessant: Parallel zum Wiener Derby ereignete sich in Stockholm ebenfalls ein Städte-Derby, nämlich zwischen Rapids Conference League Gegner Djurgårdens sowie den grün-weißen Freunden um Hammarby. Die grün-weißen siegten auch hier mit 2:0 gegen den Stadtrivalen und packten zum Spielende eine spannende Provokation aus: das Choreo-Banner der Ultras Rapid von vergangenem Donnerstag.

(Faszination Fankurve, 15.04.2025)

0 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

weitere Beiträge