30 Jahre Fankultur in Gera – Impressionen vom Oberliga Spiel zwischen Germania Halberstadt und der BSG Wismut Gera

Faszination Fankurve 27.04.2025 0 Kommentare

Foto: Faszination Fankurve

Gestern (26.04.2025) gastierte die BSG Wismut Gera im Rahmen des 25. Spieltages der Oberliga Nordost Süd bei Germania Halberstadt. Die Gästefans mobilisierten vorab unter dem Motto „30 Jahre Fankultur in Gera“ für die Auswärtsfahrt und hatten aus diesem Anlass eine kleine optische Aktion mit im Gepäck. Faszination Fankurve blickt auf die Partie in Halberstadt sowie auf die Fankultur in Gera.

Gera ist mit über 100.000 Einwohner die drittgrößte Stadt in Thüringen. Auch wenn einige Einwohner eher mit dem FC Carl Zeiss Jena oder anderen großen Vereinen sympathisieren, kommt der beliebteste Verein aus der Stadt selbst: BSG Wismut Gera. Die Wurzeln der BSG sind auf den 1904 gegründeten Sport-Club Gera zurückführen. Es folgten einige Namensänderungen, bis man sich 1951 unter dem Namen BSG Wismut Gera formierte. Zu DDR-Zeiten spielte man nur wenige Saisons in der höchsten Spielklasse. Nach der Wende folgten weitere Namensänderung, ehe man sich am 01.07.2009 offiziell wieder in BSG Wismut Gera umbenannte.

Die Fankultur in Gera kam in den 1990er Jahren auf. Genauer gesagt vor 30 Jahren, als sich im heimischen Stadion am Steg die Elsterkurve ’95 gründete. Mit den Ultras Gera folgte 1999 die wohl bekannteste Gruppe, die einst sogar Freundschaften zu Red Kaos Zwickau und Ultras Dynamo pflegte. Wie Faszination Fankurve damals berichtete, löste sich die Gruppe 2016 allerdings auf.

Aktuell formieren sich die Fans unter den Namen „Wismut Szene ’51“. Die Freundschaften nach Dresden und Zwickau sind seit dem Ende der Ultras Gera offiziell beendet. Die Kontakte ins holländische Almelo sind weiterhin vorhanden. Außerdem hat sich eine Freundschaft zu den Fans von Eintracht Sondershausen entwickelt.

Die BSG Wismut Gera spielt meist in Ligen, wo kaum andere Fangruppen auf den Rängen zugegen sind. Auch nach dem Wiederaufstieg 2024 in die Oberliga Nordost Süd (5. Liga), wo man vor wenigen Jahren sogar auf Vereine wie Chemie Leipzig oder Rot-Weiß Erfurt traf, ist die Anzahl an Fanszenen überschaubar.

Die Spiele gegen Germania Halberstadt gehören deshalb wohl zu den Highlights, da es mit den Ultras Halberstadt ebenfalls eine kleine Anhängerschaft gibt. Und weil sich in diesen Tagen die Gründung der Fankultur in Gera zum 30. Mal jährte, mobilisierte man vorab unter Motto „30 Jahre Fankultur in Gera“ für die anstehende Auswärtsfahrt.

307 Zuschauer waren im Halberstädter Friedensstadion zugegen und sahen einen torreichen 4:3 Sieg der Heimmannschaft. Im Gästeblock zeigte man zu Beginn eine kleine optische Aktion anlässlich des Jubiläums. Teil der Aktion war eine Fahne aus der Anfangszeit der Elsterkurve.

Mit dabei waren auch die Freunde aus Sondershausen samt Zaunfahne. Eine Fahne zu Ehren der Freundschaft hing ebenfalls.

Auch im Heimbereich formierte sich ein kleiner Stimmungsblock hinter dem „Halberstadt“-Teil der einst gigantischen „Ultras Halberstadt“-Zaunfahne.

Während es für Germania Halberstadt um nicht mehr viel geht, steckt Wismut Gera noch im Abstiegskampf. So wie es aktuell aussieht, wird durch den Abstieg des VFC Plauen nächste Saison ein weiterer Verein mit aktiver Anhängerschaft in der Liga verweilen. Vor allem für die Fans von Wismut Gera interessant, sind die Duelle gegen die Vogtländer aufgrund der Plauener Freundschaft nach Nordhausen mit Brisanz verbunden, bekanntlich besteht zwischen Wacker Nordhausen und den Geraer Freunden aus Sondershausen eine Rivalität.

(Faszination Fankurve, 27.04.2025)

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