Wenige Tage vor dem Champions-League-Finale in München herrscht bei den Inter-Ultras große Wut und Enttäuschung. Die Gruppen der Curva Nord kritisieren massive Repressionen und ihren de facto Ausschluss vom Stadionbesuch beim Endspiel. In einem emotionalen Statement werfen sie dem Verein, der Polizei und den Behörden schweres Fehlverhalten vor.

Die Ultras der Curva Nord blicken mit Zorn auf eine Saison zurück, in der sie sich durchgehend ungerecht behandelt fühlen. Sie sprechen von einer repressiven Atmosphäre in Mailand, in der sie für Vorfälle verantwortlich gemacht wurden, mit denen sie eigenen Angaben zufolge nichts zu tun haben. Trotz dieser Umstände hätten sie die Mannschaft immer unterstützt und versucht, ihr so nah wie möglich zu sein.
Nun eskaliert die Situation: Der Frust über die Ticketvergabe ist groß – laut Curva Nord wurden Karten an Sponsoren, Freunde und Reiseveranstalter vergeben, während treue Fans leer ausgingen. Besonders kritisch sehen die Gruppen das Verbot, beim Finale eine Choreografie zu zeigen, obwohl viele Betroffene keinerlei laufende Verfahren gegen sich haben.
In ihrem Statement machen die Gruppen deutlich: „Wir akzeptieren nicht, als Statisten behandelt zu werden in einer Geschichte, die wir selbst mitgeschrieben haben.“ Sie sehen in den Maßnahmen einen gezielten Versuch, die Inter-Ultras auszuschalten – und kündigen Widerstand an: „Unsere Würde ist mehr wert als jeder Pokal.“
Die Fanszene mobilisierte für Montag, den 26. Mai zu einer Protestkundgebung vor der Inter-Zentrale in der Viale della Liberazione auf. Dort demonstrierten sie lautstark gegen ihren Ausschluss und für ihre Rolle als „zwölfter Mann“.
(Faszination Fankurve, 27.05.2025)
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