Graffiti-Battle an Mannschaftsbussen und Pyroshow zum Drittliga-Auftakt Erzgebirge Aue vs. Hansa Rostock

Faszination Fankurve 04.08.2025 0 Kommentare

Foto: Faszination Fankurve

Vergangenes Wochenende wurde auch in Liga 2 und 3 die neue Saison gestartet. Mit der Drittliga-Partie zwischen Erzgebirge Aue und Hansa Rostock ereignete sich direkt ein Ost-Duell. Schon weit vor dem Anpfiff kam es im Rahmen des Spiels zu einem Graffiti-Battle zwischen Hansa Rostock und einem anderen Verein aus Westsachsen.

Vor 14.800 Zuschauern (darunter etwa 2.000 Gästefans) trafen gestern im Erzgebirgsstadion die Veilchen aus Aue im Rahmen des ersten Spieltags der neuen Drittliga-Saison auf den FC Hansa Rostock. Einst war dies ein Nachbarschaftsduelll, wurde der Vorgängerverein des FCH – der SV Empor Lauter – erst in den 1950er Jahren gen Ostseeküste „zwangsversetzt“.

Hansa-Rostock-Fans aus Sachsen provozierten bereits vor dem Spiel mit einem großen Banner („Hansafanatische Zone Sachsen“), das an einer Autobahnbrücke befestigt war.

Für großes Aufsehen sorgten außerdem zwei Graffiti am Mannschaftsbus der Hanseaten. Dieser parkte in der Nacht vor dem Spiel am Zwickauer Stadion, was von den Einheimischen nicht unbemerkt blieb – der Bus wurde an zwei Seiten besprüht. Auf der einen Seite stand nun „FSV“, auf der anderen „Viola Merda“ – in Anlehnung an das Auswärtsziel der Rostocker.

Dem vorausgegangen war ein „FCH“-Graffiti am Zwickauer Mannschaftsbus wenige Wochen zuvor. Dieser wird auch für Fahrten außerhalb des FSV Zwickau verwendet und stand in Stralsund, dem Einzugsgebiet der Hanseaten.

Es dauerte nicht lange, bis der Rostocker Mannschaftsbus einen neuen Anstrich bekam – in Form eines „Hansa Rostock“- sowie „FC Hansa“-Schriftzugs.

In das „Hansa Rostock“-Graffiti wurde außerdem ein Schwein mit einem rot-weißen Zwickau-Schal stilistisch eingebaut.

Im Stadion kam die Rostocker Szene aufgrund von Problemen mit den Ordnungshütern erst etwa 15 Minuten vor Anpfiff im Gästeblock an und startete dadurch mit einigen Minuten Verspätung in den Support. Dieser war – wie von Hansa gewohnt – brachial laut.

Während die Heimseite bis auf wenige Spruchbänder keine weiteren Fanaktionen zum Saisonauftakt ablieferte, gab es im Gästeblock zu Wiederanpfiff eine groß angelegte Pyroshow zu bestaunen.

Auch sonst brannte es in Halbzeit zwei bei den Gästen immer wieder. 

Später positionierte man sich mit einem entsprechenden Banner abermals zur „Verbandsstrafen abschaffen“-Kampagne.

Die Heimseite bedankte sich derweil mittels Spruchbands für einen Capo, welcher sich zum Ende der letzten Saison von seinem Amt zurück gezogen hat.

Außerdem zeigte man noch diverse Spruchbänder mit Glückwünschen an die eigenen Reihen zu Geburten und Hochzeit. Letzteres nutze Hansa um den Klassiker „Wir scheissen auf Berlin“ auf die Braut Eileen umzudichten.

Auf dem Rasen trennten sich beide Teams mit einem 0:0-Unentschieden.

(Faszination Fankurve, 03.08.2025)

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