Verfrühte Anreise der Gästefans, Jubiläums-Choreos & Spielunterbrechung wegen rassistischer Beleidigung – Impressionen vom Pokalspiel Lok Leipzig vs. Schalke 04

Faszination Fankurve 18.08.2025 0 Kommentare

Foto: Faszination Fankurve

Im Rahmen der 1. Runde des DFB-Pokals trafen der 1. FC Lok Leipzig und Schalke 04 aufeinander. Bereits vor einigen Jahrzehnten gab es dieses Duell im Pokal samt anschließendem Sieg der Leipziger, was im Heimbereich mit einer Choreografie thematisiert wurde. Außerdem präsentierte Lok eine Choreo anlässlich des Jubiläums der am längsten bestehenden Ultragruppe des Vereins. Die Gästefans reisten bereits weit vor Anpfiff nach Leipzig an. Überschattet wurde die Partie von einem rassistischen Vorfall, der zu einer kurzen Spielunterbrechung führte. (Faszination Fankurve, 18.08.2025)

Etwa 11.900 Zuschauer waren im Bruno-Plache-Stadion anwesend – nur beim Sachsenpokalfinale gegen Aue im Mai dieses Jahres kamen seit der Jahrtausendwende mit 12.000 Besuchern noch mehr Menschen ins BPS. 

Rund 2.000 Schalker waren vor Ort. Eine dreistellige Anzahl aus der Nordkurve Gelsenkirchen war bereits am Vortag nach Leipzig gereist und verbrachte einen entspannten Abend in der Innenstadt.

Am Spieltag selbst gab es gleich drei Choreografien: Die Schalker starteten mit einem Doppelhalter-Intro sowie zahlreichen Schwenkfahnen.

Die Fankurve 1966 thematisierte mit ihrer Choreo das Pokalfinale von 1937, das Lok Leipzig – damals gegen Schalke 04 – gewann und sich damit den ersten und bislang einzigen bundesweiten Pokalsieg sicherte.

Später folgte eine weitere Aktion anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der Blue Side Lok, die ihr Bestehen in diesen Tagen mit verschiedenen Aktionen feierte. Blauer Rauch komplettierte die Aktion.

Auch ein kritisches Spruchband in Richtung Verbände sah man heute in der Heimkurve.

Unterstützung erhielt Lok von befreundeten Gruppen: Die Blue Side Lok begrüßte ihre Freunde von Ideale Bari sowie Banda Resoluta die Hool-Fraktion aus Erfurt, die beide auch mit Zaunfahnen im Stadion sichtbar waren.

Die Gästefans wurden derweil von den Ultras Nürnberg samt Zaunfahne unterstützt.

In der 12. Spielminute wurde die Partie kurzzeitig unterbrochen, nachdem ein Zuschauer aus dem Heimbereich den Schalker Spieler Christopher Antwi-Adjei rassistisch beleidigt hatte. Der Spieler informierte sofort den Schiedsrichter und stellte nach Abpfiff Anzeige.

Sportlich hielt Lok Leipzig trotz des Klassenunterschieds lange mit. Erst in der 107. Minute erzielte Schalke das einzige Tor des Abends und entschied damit das Spiel.

Einen ausführlichen Bericht zu dieser Begegnung sowie zu weiteren DFB-Pokalspielen findet ihr in einer der kommenden Ausgaben des 45 Grad-Kurvenhefts.

(Faszination Fankurve, 18.08.2025)

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