Ein interessantes Duell fand am gestrigen Donnerstag in der Playoff-Runde der Qualifikation zur Conference League statt. RC Strasbourg traf auf Brøndby IF, die erst in der Vorwoche nach einer fulminanten Aufholjagd in Unterzahl nach einer 3:0 Hinspielniederlage die nächste Runde erreichen konnten.
Trotz der Kurzfristigkeit der Partie waren das gesamte Gästekontingent innerhalb weniger Minuten ausverkauft. So reisten knapp 1.000 Brøndby Anhänger, samt Unterstützung der Freunde von The Unity, nach Strasbourg. Ein größerer Haufen reiste bereits am Vorabend an und verbrachte den Vorabend in der Stadt, wobei es zu keinem Aufeinandertreffen mit der Heimseite kam.
Zu Spielbeginn zeigte Brøndby eine große Pyroshow. Mit einer mittleren zweistelligen Zahl Fackeln wurde der Block eingerahmt. Dazu gab es ein gutes Dutzend Fackeln im Block.


Wie bereits in der Vorsaison starte für die Ultra Boys 90 mit einem Protest gegen die aktuellen Besitzer des Vereins. So wurden erneut die ersten Minuten nicht gesungen. Hintergrund ist, dass der Eigentümer des Vereins die Firma BlueCo ist, die ebenfalls Chelsea ihr Eigen nennt und gerade auch in dieser Sommerpause mehrere Spieler von Chelsea zu Strasbourg transferierte. So hing zu Spielbeginn über der Fahne von UB90 wie gewohnt die Protestfahne. Da auch Brøndby Teil einer Holding ist (Global Football Holdings von David Blitzer) gab es zudem eine gemeinsame Spruchbandaktion zu diesem Thema, bei dem jeweils der französische bzw. dänische Wortlaut der anderen Seite gezeigt wurde.

Mit einer Choreo über die gesamte Hintertortribüne startete Strasbourg nach Ende des Boykotts. Hinter dem großen Spruchband „DANS MES REVES MON CLUB M‘ENLEVE ET M‘EMMENE“ (Dt. „In meinen Träumen nimmt mich mein Verein mit und trägt mich fort“). Dazu gab es eine große Blockfahne unter dem Motto „Strasbourg International“, auf der u.a. ein Flugzeug, ein Reisepass, eine Palme, ein Bierkrug und ein Abflugplan (mit den letzten internationalen Gegnern) dargestellt wurde. Kurze Zeit nachdem die Blockfahne wieder unten war, wurde über die gesamte Breite des Tribüne zahlreiche Fackeln gezündet.

Im Anschluss legte man sehr lautstark los. Nach guten Torchancen stiegen immer wieder auch die anderen beiden Tribünen (das Stadion befindet sich derzeit im Umbau) in die Gesänge mit ein. Unterstützung erhielt Strasbourg von den Freunden von der Hertha und aus Karlsruhe.
Ebenfalls einen starken Auftritt zeigte der Gästeblock, der über 90 Minuten lautstark und geschlossen mit regelmäßiger Unterstützung durch einzelne Fackeln die Lieder vortrug. Aufgrund der teilweise sehr hohen Lautstärke der Heimseite, konnte man sich aber nicht dauerhaft Gehör verschaffen.

Auf dem Rasen blieb es trotz zahlreicher guter Chancen von Strasbourg bei einem torlosen 0:0, sodass das Duell auch im Rückspiel große Spannung verspricht.
(Faszination Fankurve, 22.08.2025)
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