„Euer Sexismus bleibt nicht unkommentiert!“ – Statement der Corrillo Ultras Freiburg

Faszination Fankurve 30.08.2025 0 Kommentare

Foto: Faszination Fankurve

Die Corillo Ultras aus Freiburg veröffentlichen ein klares Statement nach erneuten übergriffigen, sexistischen Verhalten beim Choreospendensammeln vor dem letzten Heimspiel der vergangenen Saison gegen Eintracht Frankfurt.

Beim letzten Heimspiel der vergangenen Saison des SC Freiburg gegen Frankfurt ist es erneut zu übergriffigen, sexistischen Vorfällen gegen Mitgliederinnen der Corillo Ultras gekommen. Aufgrund der Vorfälle veröffentlicht die Gruppe erneut ein klares Statement und lässt dieses Verhalten somit nicht unkommentiert. Ein solches grenzüberschreitendes Verhalten wird nicht geduldet und bleibt nicht ohne Reaktion.

Bereits im Mai 2025 veröffentlichen die Corillo Ultras eine ausführliche Erklärung und sagten mit dieser den Sexisten den Kampf an.

Faszination Fankurve dokumentiert das Statement der Gruppe:

[grau]Euer Sexismus bleibt nicht unkommentiert!

Beim Spendensammeln nach unserer Choreo beim letzten Heimspiel der vergangenen Saison gegen Frankfurt ist es erneut zu mehreren übergriffigen, sexistischen Vorfällen gegenüber Frauen aus unserer Gruppe gekommen.
Wir wurden ungefragt angefasst, mit sexualisierten Kommentaren belästigt oder unter Druck gesetzt, „Gefälligkeiten“ als Gegenleistung für Spenden zu erbringen.

Auffällig ist: Diese Vorfälle finden immer nur dann statt, wenn wir Frauen allein oder mit anderen Frauen unterwegs sind. Sobald wir in männlicher Begleitung unterwegs sind, können sich die Männer plötzlich zusammenreißen. Das zeigt deutlich: Ihr respektiert uns nicht als eigenständige Personen, sondern nur als „Begleitung“ von Männern – und das ist Teil des Problems.

Wer denkt, dass es sich dabei nur um Einzelfälle und kein großes Problem im Stadion handelt, irrt sich. An einem Choreotag gibt es schier unendlich viele Aufgaben, die wir in unserer Gruppe aufteilen. Doch Spendensammeln ist keine Aufgabe, die problemlos von allen übernommen werden kann. Stattdessen sind wir gezwungen, uns vorab Gedanken zu machen, wie wir auf potenzielle Übergriffe reagieren. Allein das zeigt, wie groß und real das Problem ist. Wir können und werden das nicht hinnehmen.

Klartext an die Männer:

Wenn ihr…
…Frauen anfasst, ohne dass sie das wollen,
…Sprüche klopft wie „Zeigt mal Titten“ oder „Gib mir einen Kuss für den Becher“,
…meint, wir Frauen seien nur dazu da, um nach der Choreo aufzuräumen,
verhaltet ihr euch sexistisch und habt bei uns im Stadion nichts zu suchen.
Wir brauchen und wollen euch hier nicht.

Wenn ihr…
…glaubt, eure Spende sei ein Freifahrtschein für sexistische Übergriffe – spart sie euch.
…denkt, Helfende seien dazu da, euch zu gefallen – bleibt zu Hause.
…meint, ein Nein nicht akzeptieren zu müssen – bekommt ihr eine aufs Maul.

Wir dulden keine Übergriffe. Keine Anmachen. Kein Mackergelaber.

Wer nicht Teil des Problems sein will, sollte anfangen, sich wie ein Teil der Lösung zu verhalten: Reflektiert euer eigenes Verhalten. Schreitet ein, wenn der beste Freund, Bruder, Vater oder sonst wer zur grenzüberschreitenden Person wird. Hört auf einfach tatenlos danebenzustehen, Übergriffe runterzuspielen oder auf den Alkohol zu schieben – sonst seid ihr nicht besser als die Täter.

Love Football – Hate Sexism!
Corrillo Ultras

(Faszination Fankurve, 30.08.2025

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