Über 4.000 Zuschauer zog vergangenen Samstag das Duell zwischen dem VfR Aalen und dem SSV Reutlingen in die Ostalb-Arena. Für beide Fanszenen eines der Saisonhighlights, das dementsprechend angegangen wurde. So gab es lautstarke Fanblöcke, optische Aktionen, provokante Spruchbänder und hohe Freundschaftsbesuche.
Am Samstagnachmittag fand in der Oberliga Baden-Württemberg mit dem Duell zwischen dem VfR Aalen und dem SSV Reutlingen eines der interessanten Fünftliga-Duelle statt. 4.069 Zuschauer waren in der Ostalb-Arena zugegen, darunter ein gut gefüllter Gästeblock.
Beim Aufwärmen trugen beide Mannschaften Shirts mit der Aufschrift „Verbandsstrafen abschaffen“ auf der Brust und „Fankultur erhalten“ auf dem Rücken. Auch während des Spiels zeigten beide Seiten jeweils ein Spruchband zur geforderten Abschaffung der Verbandsstrafen, was von „Scheiss WFV“-Wechselgesängen ergänzt wurde.


Zu Spielbeginn zeigten die Gäste eine Choreo mit dem Spruch „Heute gehtˋs nur nach vorn!“. Dazu wurden hinter dem entsprechenden in Vereinsfarben gestalteten Spruch rote Zettel mit der Aufschrift „Vorwärts SSV“ hochgehalten und das Lied, aus dem der Spruch entnommen ist, gesungen.

Auf Heimseite gab es zu Spielbeginn zahlreiche schwarz-weiße Fahnen.

Beide Seiten starteten lautstark ins Spiel. Auf dem Platz zeigten die Heimelf aber deutlich, warum sie nach elf gespielten Spielen ohne Niederlage auf Platz 1 steht, und gestaltete die Partie von Beginn an deutlich in eine Richtung, was letztlich in einem deutlichen 4:0 Sieg endete.
Die Gäste riefen bereits im Vorfeld zur gemeinsamen Zugfahrt auf. Dieser schlossen sich auch die Freunde aus Sankt Gallen und Stuttgart in großer Zahl an, sodass der Gästehaufen deutlich größer war als bei den üblichen Auswärtsspielen. Auch bedingt durch den enttäuschenden Spielverlauf fehlte in der ersten Halbzeit über längere Zeit ein wenig Durchschlagskraft. Als in der zweiten Halbzeit das Spiel deutlich entschieden war, wirkte der Gästeauftritt befreit und erreichte ein gutes Niveau.

Die Heimseite zeigte während des Spiels zwei Spruchbänder. Zum einen wurde kritisiert das Fans während der Wasen in Tracht zu Aalen-Spielen gehen. Zum anderen sprach man sich klar dagegen aus, dass der aktuelle Regionalliga-Tabellenführer aus Freiberg bei einem Aufstieg seine Spiele in Aalen austrägt. Dazu wurde auch ein Logo des SGV Freiberg im Fadenkreuz hochgehalten. Die Fanszene des VfR Aalen, die Unterstützung ihrer Freunde aus Landshut erhielt, überzeugte mit einem geschlossenen und lautstarken Auftritt und konnte auch mit Unterstützung des Dachs über das gesamte Spiel das Duell auf den Rängen ausgeglichen gestalten.

Auch im Gästeblock gab es ein Spruchband. Die Gruppe Blocksport, die sich weder an der Choreo noch am Support beteiligte, kritisierte mit „Ob es knallt entscheidet ihr? Zweimal hier, wo wart ihr“ die sportlichen Heimfans.
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(Faszination Fankurve, 13.10.2025)
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