Der am 23. Oktober 2025 von der Zentralen Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS) vorgestellte Jahresbericht zeigt deutlich rückläufige Zahlen, die die Stadionsicherheit betreffen. Für den Dachverband der Fanhilfen belegt dieser die Sicherheit in den Stadien und fordert, dass Politik und Verbände endlich einlenken müssen.
Am 23. Oktober 2025 wurde der neue Jahresbericht der Zentralen Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS) vorgestellt. Bei der ZIS handelt es sich um eine Einrichtung der Polizei, die Informationen und Vorfälle im Bezug auf Sporteinsätze sammelt. Am 23. Oktober 2025 selbst äußert sich der Dachverband der Fanhilfen zu eben jenem Bericht. Der Jahresbericht zeigt deutlich rückläufige Zahlen auf. Laut dem Dachverband der Fanhilfen wurden in der vergangenen Saison rund 22 % weniger Strafverfahren durch die Polizei eingeleitet. Ebenso wurden 17 % weniger Personen verletzt. Die Polizei musste 9 % weniger Arbeitsstunden rund um die Spieltage aufwenden. Diese positive Entwicklung wird durch eine Steigerung der Zuschauerzahlen um rund 1 Millionen noch einmal verstärkt. Bei 25.260.000 Zuschauern in der vergangenen Saison in den ersten 3 oberen Ligen wurden 1.107 Verletzte registriert. Das sind 0,00438 %.
So stehen die Zahlen nicht im Verhältnis zu den geforderten und im Raum stehenden Sicherheitsverschärfungen, über die u.a. Faszination Fankurve berichtete. Für den Dachverband der Fanhilfen belegt der neue ZIS-Bericht die Sicherheit der Stadien und fordert, dass Politik und Verbände endlich einlenken und die Debatte faktenbasiert führen müssen.
„Die Stadien sind sichere Orte und es gibt keinen Grund für weitere unverhältnismäßige Maßnahmen gegen Fans. Die heute vorgestellten Zahlen der Zentralen Informationsstelle Sporteinsätze belegen dies erneut eindrücklich. Den von den Innenministern aktuell vorangetriebenen Plänen für drastische Verschärfungen bei der Vergabe von Stadionverboten sowie zur Einführung von personalisierten Eintrittskarten fehlt somit die faktenbasierte Grundlage. Dies zeigen die neuen Zahlen glasklar auf. Alle Stadionbesucher haben somit ein Anrecht darauf, endlich zu erfahren, warum bei immer sicherer werdenden Stadien es nötig sein soll, wie geplant zukünftig personalisierte Eintrittskarte zu erwerben oder Stadionverbote mit der Gießkanne zu erhalten. Die Innenminister und Verbände müssen diesen Irrweg, der die Fankultur beerdigen würde, endlich beenden. Es muss Schluss sein mit der Geheimniskrämerei von Politik und Verbänden hinter verschlossenen Türen. Der ZIS-Bericht ist daher hoffentlich das letzte Zeichen, was nötig war, um endlich in einen ehrlichen Dialog mit den Fans und den Vereinen einzutreten“, erklärt Danny Graupner vom Dachverband der Fanhilfen e. V. .
„Trotz dieser sehr positiven Entwicklung bleiben wir mit Blick auf die Zahlen der ZIS weiterhin äußerst skeptisch. Die Erhebung erfolgt Jahr für Jahr völlig intransparent und es fehlen wissenschaftliche Standards. Ein öffentlicher Einblick in die Methodik ist beispielsweise nicht möglich, was normalerweise bei seriösen Erhebungen üblich ist. Daher sehen wir die Datengenerierung und -aufarbeitung als eine Art Blackbox an, die dadurch Fragen unter anderem zur politischen Einflussnahme auf die Zahlen aufwirft“, so Danny Graupner abschließend.
Die nächste Innenministerkonferenz findet vom 03.12.2025 bis zum 05.12.2025 statt. Auf dieser soll über Fußballfans, Stadionsicherheit und die abstrusen Maßnahmen gesprochen werden.
Faszination Fankurve dokumentiert die Stellungnahme der Fanhilfen:
[grau]Neuer ZIS-Bericht belegt Sicherheit der Stadien – Politik und Verbände müssen endlich einlenken
„Die Stadien sind sichere Orte und es gibt keinen Grund für weitere unverhältnismäßige Maßnahmen gegen Fans. Die heute vorgestellten Zahlen der Zentralen Informationsstelle Sporteinsätze belegen dies erneut eindrücklich. Den von den Innenministern aktuell vorangetriebenen Plänen für drastische Verschärfungen bei der Vergabe von Stadionverboten sowie zur Einführung von personalisierten Eintrittskarten fehlt somit die faktenbasierte Grundlage. Dies zeigen die neuen Zahlen glasklar auf. Alle Stadionbesucher haben somit ein Anrecht darauf, endlich zu erfahren, warum bei immer sicherer werdenden Stadien es nötig sein soll, wie geplant zukünftig personalisierte Eintrittskarte zu erwerben oder Stadionverbote mit der Gießkanne zu erhalten. Die Innenminister und Verbände müssen diesen Irrweg, der die Fankultur beerdigen würde, endlich beenden. Es muss Schluss sein mit der Geheimniskrämerei von Politik und Verbänden hinter verschlossenen Türen. Der ZIS-Bericht ist daher hoffentlich das letzte Zeichen, was nötig war, um endlich in einen ehrlichen Dialog mit den Fans und den Vereinen einzutreten“, erklärt Danny Graupner vom Dachverband der Fanhilfen e. V. .
Der heute von der Zentralen Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS) vorgestellte Jahresbericht zeigt deutlich rückläufige Zahlen. So wurden in der vergangenen Saison rund 22 % weniger Strafverfahren durch die Polizei eingeleitet. Ebenso wurden 17 % weniger Personen verletzt. Die Polizei musste 9 % weniger Arbeitsstunden rund um die Spieltage aufwenden. Diese positive Entwicklung wird durch eine Steigerung der Zuschauerzahlen um rund 1 Millionen noch einmal verstärkt. Jede Verletzung ist eine Verletzung zu viel! Setzt man die Zahlen ins Verhältnis zur der Gesamtzahl der Zuschauer, wird aber sehr deutlich, dass das Risiko, bei einem Besuch eines Fußballspieles verletzt zu werden, äußerst gering ist. Bei 25.260.000 Zuschauern in der vergangenen Saison wurden 1.107 Verletzte registriert. Das sind 0,00438 %. Somit können deutsche Stadien der ersten drei Ligen als überaus sicher gelten, sowohl was ihren baulichen Zustand angeht, als auch der Aufenthalt in ihnen selbst. Die einzig nennenswert steigenden Zahlen gibt es bei der Verwendung von Pyrotechnik. Die bereits laufende Debatte um die Abschaffung von Verbandsstrafen zeigt sehr eindrücklich, dass Fans und Vereine bei diesem Thema Vorschläge gemacht haben. Auch hier liegt es nun an den Verbänden, aber auch an der Politik, die ausgestreckte Hand zum Dialog endlich anzunehmen.
„Trotz dieser sehr positiven Entwicklung bleiben wir mit Blick auf die Zahlen der ZIS weiterhin äußerst skeptisch. Die Erhebung erfolgt Jahr für Jahr völlig intransparent und es fehlen wissenschaftliche Standards. Ein öffentlicher Einblick in die Methodik ist beispielsweise nicht möglich, was normalerweise bei seriösen Erhebungen üblich ist. Daher sehen wir die Datengenerierung und -aufarbeitung als eine Art Blackbox an, die dadurch Fragen unter anderem zur politischen Einflussnahme auf die Zahlen aufwirft“, so Danny Graupner abschließend.
(Faszination Fankurve, 27.10.2025)
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