Choreografie zu Ehren zweier verstorbener Ultras & verzögerter Anpfiff aufgrund einer Protestaktion der Gästefans – Blick auf das Duell FC Augsburg vs. Borussia Dortmund

03.11.2025

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Foto: Faszination Fankurve

Am vergangenen Freitag gastierte Borussia Dortmund im fast 600 km entfernten Augsburg. Dies nahm die Szene aus Dortmund zum Anlass, mittels kreativer Protestaktion den Anpfiff zu verzögern und sich zugleich für die einheitliche Anstoßzeit von 15:30 Uhr am Samstag zu positionieren. Die Heimseite zeigte eine große Choreografie zu Ehren der beiden verstorbenen Ultras Max und Dani. Für die zugfahrenden Dortmunder gestaltete sich die lange Heimreise später noch ereignisreich, da man am Kölner Hauptbahnhof auf den Erzfeind aus Gelsenkirchen traf.

Am 24. September 2015 verstarben zwei Ultras des FC Augsburg auf der Rückfahrt vom Auswärtsspiel bei Borussia Mönchengladbach bei einem Autounfall. Auch zehn Jahre später gedenkt man Max und Dani regelmäßig. So auch zum Heimspiel gegen Borussia Dortmund, bei dem die Augsburger eine große Erinnerungschoreografie für die beiden zeigten.

Am Zaun hing das Choreobanner „Hier in der Kurve euer Platz für die Ewigkeit“. Zudem gab es eine Hochziehfahne mit dem Spruch „Ultras sterben nie – Ultras Forever“. Dazu sah man eine Blockfahne, die einen Himmel darstellen sollte, zusammen mit dem Logo der Legio Augusta, das in der Mitte mit „Max und Dani – unvergessen“ ergänzt wurde. Neben der Blockfahne wurden die beiden Verstorbenen bildlich dargestellt, was das Gesamtbild zusammen mit den roten und grünen Ponchos im Hintergrund abrundete.
 

Auch The Unity zeigte im Gästeblock mit „Max und Dani unvergessen!“ ein Spruchband in Gedenken an die beiden Augsburger.

Im weiteren Spielverlauf sah man ein weiteres Gedenkspruchband auf der Heimseite, das mit zwei Fackeln untermalt wurde. Den beiden gedenkt man regelmäßig. Unter anderem durch ein jährlich stattfindendes Gedenkturnier, wie Faszination Fankurve berichtete.

Außerdem gab es in diesen Minuten eine Verzögerung des Anpfiffs, verursacht durch Tennisbälle, die aus dem Gästeblock auf das Spielfeld geworfen wurden. Gleichzeitig wurde im Gästeblock eine Uhr gezeigt, deren Anzeige sich pro verstrichener Minute veränderte. Ergänzt wurde die Aktion durch das Spruchband „Wann ihr spielt, entscheiden wir – Pro samstags um halb vier“.

Später sah man noch eine Pyroaktion im Gästeblock, bestehend aus Breslauern sowie Fackeln, die auch im weiteren Spielverlauf immer wieder vereinzelt gezündet wurden.

Vor 30.666 Zuschauern, darunter 4.000 bis 5.000 Gästefans, sah man auf dem Rasen einen 1:0-Auswärtserfolg von Borussia Dortmund. Noch lange nach Abpfiff sang die Dortmunder Szene im Gästeblock und schmetterte die Gesänge durch das inzwischen leere Stadion.

Auf dem langen Heimweg kam es für viele zugfahrende Dortmunder noch zu einem brisanten Vorfall. Am nächsten Vormittag traf man am Kölner Hauptbahnhof auf den Zugfahrermob des Erzfeinds aus Gelsenkirchen, der wiederum auf dem Weg zum Auswärtsspiel nach Karlsruhe war.

(Faszination Fankurve, 03.11.2025)

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